Ein Spielplatz ohne liegengelassene Kippen: Im vergangenen Jahr säuberten Realschüler den Platz im Park der Zeiten. Foto: Archiv

Rauch und herumliegende Kippen stellen Gefahr für Kinder dar. Kein landesweites Verbot.

Schramberg - Die Fraktionen SPD/Buntspecht sowie die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) fordern ein Rauchverbot auf allen öffentlichen Spielplätzen. Im Antrag von SPD/Buntspecht heißt es: "Zigarettenabfälle in Form von Kippen sind toxisch und enthalten Giftstoffe, die an die Umwelt abgegeben werden.

Auf Spielplätzen sind Kinder insbesondere durch Zigarettenkippen gefährdet, denn ein Verschlucken kann zu Vergiftungserscheinungen führen." Anders als für Kindertagesstätten und deren Außenflächen gebe es für öffentliche Spielplätze kein landesweit geltendes Rauchverbot. Andere Bundesländer verbieten indes im Rahmen des Nichtraucherschutzgesetz das Rauchen auf Spielplätzen.

In Städten mit kommunalem Rauchverbot wie Heidelberg, Bottrop oder Köln wiesen Hinweisschilder auf das verbot hin.

SPD und Buntspecht fordern daher von der Verwaltung, Vorschläge für Hinweisschilder zu machen, die ÖDP fordert zudem, diese so "schnell wie möglich" aufzustellen.

Die ÖPD fordert zusätzlich ein Alkoholverbot auf den Spiel- und Bolzplätzen des Stadtgebiets. In ihrem Antrag wirft sie zudem die Frage auf, ob ein Drogenverbot mitaufgenommen werden soll und verweist auf Medienmeldungen, laut derer "so schnell kein landesweit gültiges Gesetz in dieser Richtung zu erwarten" ist.

SPD/Buntspecht und ÖDP reagieren mit ihrem Vorstoß auf ein Rundschreiben des baden-württembergischen Städtetags, der sich angesichts der landesweiten Diskussion um ein Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen an die Kommunen gewandt und sie zum Handeln aufgefordert hatte.

In dem Schreiben des Verbandes vom 18. Februar heißt es: "In den Arbeitsgruppen des Städtetags besteht schon seit Jahren Konsens darüber, dass auf Spielplätzen das Rauchen nicht zu gestatten ist."

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