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Schramberg B 462: Sprengung soll Felsstürze verhindern

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Mittels Sprengung wird eine kritische Felskubatur, nicht weit entfernt von einem Strommasten, weiter oben im Hang zerlegt. Der Lärm und die Staubwolke halten sich dabei allerdings in Grenzen.Fotos: Brüstle Foto: Brüstle

Schramberg - Der ganz laute Knall und eine riesige Staubwolke sind ausgeblieben. Dennoch war die Sprengung beim Rappenfelsen an der Bundesstraße 462 erfolgreich: Die kritische Felskubatur wurde vollständig zerlegt. Wie die Felssicherungsmaßnahmen zwischen Schramberg und Schiltach vorankommen und wie lange die Sperrung voraussichtlich noch andauern soll, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

"Wir sind seit Dienstag verstärkt in diesem Bereich beschäftigt", erzählt Joachim Hilser vom Straßenbauamt Rottweil. Im Vorfeld der Maßnahme habe man noch naturschutzrechtliche Belange abgearbeitet. Außerdem befand sich die anvisierte Gesteinsformation in unmittelbarer Nähe zu einem Strommasten. "Die Leitung, die sich näher am Berg befindet, konnte man zum Glück leichter abschalten", erklärt Hilser.

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Für die Sprengung wurden circa 50 Millimeter große Löcher in die Felsen gebohrt, in denen Sprengsatz deponiert wurde. Diese wurden verkabelt, an einer Stelle zusammengeführt und von dort ausgelöst, erklärt Gutachter Andreas Menzel. Insgesamt fünf Sprengstellen gebe es, die - nicht merkbar – um wenige Millisekunden hintereinander gezündet werden, ergänzt Hilser.

Sicherheit hat oberste Priorität

Vor der Sprengung wurde sichergestellt, das sich keine Personen mehr auf dem Fuß-und Radweg befinden. Dieser ist trotz Sperrung der Bundesstraße normalerweise geöffnet.

Siehe auch: Tödliche Gefahr von oben: Wie sicher sind die Straßen?

Sprengmeister Thomas Baumann von der Firma Sachtleben-Mining aus Wolfach gab mit dem Signalhorn ein Zeichen, bevor er die Sprengung scharf stellte, zwei weitere kurz vor der Zündung des Sprengstoffs. "Danach begeht der Sprengmeister die Stelle und schaut, ob Blindgänger vorhanden sind", erklärt Menzel. Zum Abschluss ertönte dann dreimal hintereinander das Signalhorn als Zeichen dafür, dass die Sprengung erfolgreich beendet ist.

Wird Sperrung eventuell früher aufgehoben?

Auch sonst liefen die Arbeiten zur Sicherung der Straße planmäßig ab. "Wir arbeiten Tag und Nacht im Schichtbetrieb, damit wir zügig fertig werden", erzählt Hilser. Im unteren Bereich des Hangs seien bereits der Bewuchs entfernt und lose Felsen heruntergerollt worden. Auch die Fundamente für den zukünftigen Steinschlagschutzzaun seien bereits gelegt. "Es hätte allerdings keinen Sinn gemacht, schon etwas zu installieren, dass dann durch die Sprengung wieder kaputt gehen könnte", führt Menzel an.

Ob die Sperrung bereits früher aufgehoben werden kann, zeige sich Anfang kommender Woche. Neben der Sprengung gebe es noch andere Arbeiten die mit fließendem Verkehr nicht durchgeführt werden können. "Im oberen Bereich des Hangs befinden sich noch einige Bäume, die unter Vollsperrung gefällt werden müssen, damit nichts passiert falls sie wegrutschen", erklärt Hilser.

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