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Schramberg Auch Halle in Sulgen ist wichtig

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Kolpingfamilie-Vorsitzender Reinhold Seckinger bedankt sich bei Oberbürgermeister Thomas Herzog mit einem kleinen Geschenk für seinen Vortrag. Foto: Schwarzwälder Bote

Sanierung Festhalle, Osttangente, Baugebiet Schoren-Süd, Radweg nach Mariazell und Tempo 30 in der Gartenstraße: Im Stadtteil Sulgen gibt es kommunalpolitische Themen in Hülle und Fülle.

Schramberg-Sulgen. Die Kolpingsfamilie Sulgen hatte angesichts dieser Gemengelage Oberbürgermeister Thomas Herzog zu einer Gesprächsrunde in den Pfarrhof eingeladen. Diese stieß auf große Resonanz.

In dem circa 60 Hektar großen Gebiet "Schießäcker" sollen den Ausführungen des Stadtoberhaupts zufolge etwa 25 Hektar für Industrie- und Gewerbeansiedlung erschlossen werden. Weil die Flächen nicht endlich seien, werde auch zweigeschossiges Bauen erlaubt. Es bestünden für die nächsten zehn Jahre bereits Anfragen für rund 20 Hektar. Am Wittum-Landschaftspark werde festgehalten und der geplante Retentionssee gebaut, um das Oberflächenwasser aus dem "Schießäcker" abzuleiten, wenn es dort losgehe. Im Flächennutzungsplan sei der "Wittum" bereits seit 30 Jahren als Freizeitgelände ausgewiesen. Im ersten Bauabschnitt des Wohngebiets "Schoren-Süd" seien nur noch wenige Plätze frei. Für einen zweiten und dritten Bauabschnitt sei die Stadt zu 90 Prozent im Besitz der Flächen. Allerdings komme dort die Feldlerche vor und müsse umgesiedelt werden. Hierfür bemühe sich die Kommune um entsprechende Flächen. Erst wenn sie diese habe, könne die weitere Erschließung vorangetrieben werden.

Reinhold Seckinger meinte zu der Absicht, dass der Aushub aus dem Baugebiet Schoren-Süd 2 ins Wittumgelände abgefahren werden soll: "Es ist der Bevölkerung schwer zu vermitteln, dass zu einem bestehenden Dreckhaufen nochmals Dreck angekarrt wird". Bei der Pflege von städtischen Grünanlagen müsse sich die Kommune noch verbessern. So wie das Wittumgelände derzeit aussehe, gefalle es ihm auch nicht, räumte Herzog ein.

Für die Festhalle werde derzeit eine Machbarkeitsstudie für eine Sanierung erstellt. Eine Kostenermittlung und der Einstieg in die Planung sei für 2019 vorgesehen, eine Umsetzung der Sanierung 2020. "Die Halle in Sulgen ist so wichtig wie die in Tennenbronn oder in anderen Stadtteilen", bekräftigte Herzog. Seckinger wollte wissen, ob bei der Sanierung auch an eine Bühne gedacht werde. Seit rund 30 Jahren werde an der Halle herumgeflickt und es sei auch einmal ein Anbau im Gespräch gewesen.

So weit sei man noch nicht. Es werde mit den Vereinen auf jeden Fall eine Diskussionsrunde geben, versprach der Oberbürgermeister.

Die Stadt lasse sich die Bildung 4,1 Millionen Euro für den Ausbau von Kitas kosten. Das Hauptaugenmerk liege dabei in Sulgen auf der alten Grundschule am Kirchplatz mit zwei Gruppen. Baustart soll im kommenden Jahr sein, die Inbetriebnahme 2020 oder 2021.

Alfred Wernz kritisierte, hinsichtlich des Wachstums der Bevölkerung in Sulgen, widerspreche der Schulcampus in der Talstadt jeder Logik. Die Talstadt, konterte Herzog, habe immer noch gut 1000 Einwohner mehr als Sulgen und das bessere Zentrum. Wenn Letzteres dezentralisiert werde, sterbe es aus. Man könne natürlich immer anderer Meinung sein.

Durch den Erfolg in der Ansiedlung von Industrie erhalte Sulgen viel Verkehr von auswärts. Abhilfe könne nur eine Umfahrung schaffen, die auch die Staus an der Bärenkreuzung verringere. Für die Osttangente würden drei Varianten geprüft. Die Stadt favorisiere jene, die das Wittumgelände nicht zerschneide. Ab 2019 wolle man in die Planung einsteigen, antwortete der OB auf Anfrage von Martin Klausmann.

Hickhack

Gabriele Reuter-Mink beklagte sich, dass man bei der Stadt nicht ernst genommen werde, wenn man mit einem Problem auf sie zukomme.

Thomas Maier zeigte sich überrascht, dass der 2012 noch wegen fehlender Mittel abgelehnte Geh- und Radweg zwischen Hintersulgen, Schönbronn und Mariazell wieder ein Thema sei. Ihn ärgere jedoch, dass die Zuständigkeit immer zwischen Stadt und Landkreis hin- und hergeschoben und viel Zeit vergeudet werde. Das mit dem Hickhack stimme, gab Herzog zu. Das Thema sei nicht einfach. Der Kreis stelle die Mittel bereit, die Kommune müsse planen und auch Eschbronn ins Boot holen.

Von den Bürgern werde eine Tempo-30er-Zone für die Gartenstraße gefordert. Aber dann gelte rechts vor links. Dieses Thema komme im November auf die Tagesordnung des Gemeinderats.

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