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Schramberg Ulrich Bauknecht aus Gemeinderat verabschiedet

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Ulrich Bauknecht (CDU, links) wird vom Gremium verabschiedet. Foto: Riesterer
Schramberg -  Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag mit Ulrich Bauknecht ein langjähriges und verdientes Mitglied verabschiedet. Der formale Akt wurde flott durchgezogen: Das Gremium beschloss einstimmig, dass Ulrich Bauknecht auf eigenen Antrag hin jenes nach insgesamt 27 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit verlassen darf. Dem schlossen sich Dankesworte für den geborenen Schramberger an, der am heutigen Samstag seinen 67. Geburtstag feiert. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr wollte, sagte sie augenzwinkernd, dabei den "seriösen Teil" übernehmen, Udo Neudeck in der Folge den "lustig und scharf" formulierten.

Den erfolgreichen Geschäftsmann und großen Jazz-Fan, so Eisenlohr, kenne man in Schramberg als innovativen Macher voller guter Ideen, er sei ein "Hansdampf in allen Gassen", selbstbewusst, offen, aber nie nachtragend. Die Oberbürgermeisterin wie auch Neudeck hoben Bauknechts großes ehrenamtliches Engagement hervor – nicht nur im Gemeinderat selbst, sondern unter anderem als langjähriger Elferrat der Narrenzunft, Meinungsführer der Bürgerinitiative "Pro Region Schramberg" oder Initiator sowie treibende Kraft in Vereinen wie dem im HGV aufgegangenen Verein Sulgener Selbstständiger oder jüngst der "Szene 64".

In Schlagworten beschrieb Neudeck anhand Letzterem einen "typischen Bauknecht": Dabei tauchte zwischen "Suche nach politischer Mehrheit", "Zuschuss mit Eigenleistung genehmigen lassen" oder auch "Baugenehmigung hinten anstellen" immer wieder "Tatsachen schaffen" auf. Das Ende: "Erfolgsmodell – alles gut". Bauknecht sei, so der Freie-Liste-Sprecher weiter, "kein Hinterbänkler" gewesen: Frei raus, wenn nötig auch entgegen der Fraktionsmeinung "und manchmal auch von hinten durch die Brust ins Auge" habe Bauknecht stets seine Meinung gesagt – "trotzdem immer wertvoll und ein Argument, dass zum Nachdenken aufforderte".

"Kreisel-Uli" habe bereits von Kreisverkehren gesprochen, als es im Kreis noch keinen einzigen gegeben habe, beschrieb Neudeck das zukunftsgerichtete Denken seines scheidenden Gremiumskollegen. Selbst nach "harten Streitereien" habe Bauknecht stets zwischen Meinungen und persönlichen Beziehungen unterscheiden können. "Mit dir geht ein wichtiger, engagierter, selbstbewusster Gemeinderat, der seine Meinung hatte und diese auch vertrat." Das sei beispielhaft und in der Politik immer seltener.

Bauknecht selbst bedankte sich "kurz und schmerzlos" für die konstruktive Zeit – sein besonderer Dank galt Ehefrau Ute, die "oft alleinerziehende Mutter" der drei Kinder war und ihn, wie sie immer gesagt habe, "die Schramberger Welt retten ließ". Auch er sprach den Waldmössinger Kreisel als einen hart erkämpften Erfolg an – erwähnte mit dem verlorenen Kampf beim Gegenverkehr im Schlossbergtunnel jedoch auch seinen größten Misserfolg. Der Abschied schmerze ihn jetzt doch, das gebe er zu. "Also tschau, ich bin dann mal weg."

Freude über "die Neue"

Nachrückerin Barbara Kunst wurde einstimmig ins Gremium aufgenommen. Dorothee Eisenlohr hieß sie in den Reihen der Räte herzlich willkommen und freute sich über "eine motivierte Frau", was Kunst bereits bei ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten unter anderem als Vorsitzende des Frauenbeirats oder im katholischen Frauenbund Talstadt bewiesen hätte.

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