Renaturierungsmaßnahmen sind am Tälesbach in Unteriflingen im Bereich Kläranlage und Fischweiher geplant. Foto: Ade Foto: Schwarzwälder Bote

Tälesbach: Gemeinde sammelt Ökopunkte

Schopfloch. Als "gute Weiterentwicklung für Unteriflingen und Aufwertung dieses Bereichs" bezeichnete Bürgermeister Klaas Klaassen in der jüngsten Sitzung des Schopflocher Gemeinderats die geplante Renaturierung am Tälesbach und an der Kläranlage, welcher der Gemeinderat seine Zustimmung gab.

Ein wiederholt hervorgehobener Vorteil des Projekts für die Gemeinde ist ohne Zweifel der damit verbundene mögliche Erwerb von 700 000 bis zu einer Million Ökopunkten. "Wir brauchen diese Ökopunkte, weil wir noch einiges vorhaben", erklärte Klaassen. Allein für die vorgesehene Erweiterung des Baugebiets Herrengarten in Oberiflingen seien 100 000 dieser Ökopunkte fällig.

Die Renaturierung sei bereits im Ortschaftsrat Unteriflingen besprochen worden, berichtete Klaassen. Das Ortsgremium habe beschlossen, dem Gemeinderat zu empfehlen, das Projekt auf den Weg zu bringen – auch mit dem Ziel, 800 000 Ökopunkte zu bekommen. Die betroffenen Grundstückseigentümer hätten bereits eingewilligt, benötigte Flächen abzugeben.

Das vom Büro Gfrörer erstellte Renaturierungskonzept für das Areal bei der Kläranlage Unteriflingen stellte Ortsvorsteher Hermann Schwizler dem Gremium vor. Mit einbezogen wird auch der Abschnitt der Fischteiche, dem im Konzept ein allgemein desolater Zustand bescheinigt wird. Weitere Mängel seien die Nutzung als Viehtränke, die Beweidung bis ans Ufer, Schäden an der Gewässersohle und am -ufer, ungenehmigte Verbauungen im Gewässer und defekte Verdolungen. Als Vorteil der Renaturierung führt das Büro Gfrörer auch auf, dass weder landwirtschaftliche Flächen noch Waldflächen für Ausgleichsmaßnahmen in Anspruch genommen werden.

Bürgermeister Klaassen erinnerte daran, dass die Renaturierung dort schon lange Thema und jetzt im Zuge eines Eigentümerwechsels bei den Fischteichen möglich sei. Das Planungshonorar liegt bei 65 000 Euro, die Kosten für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf rund 300 000 Euro. "Das finanziert sich ja von selber" stellte Gemeinderat Peter Eberhardt mit Blick auf die Ökopunkte fest. Ein Ökopunkt wird derzeit mit einem Euro bewertet.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: