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Schopfloch Homag streicht rund 180 Jobs

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Die Schopflocher Homag-Gruppe streicht im Zuge der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt rund 180 Stellen. Foto: SB-Archiv

Schopfloch - Die Schopflocher Homag-Gruppe weitet ihre Restrukturierungsmaßnahmen aus. Geplant sind die Stilllegung von Standorten und die Streichung von insgesamt 180 Stellen.

Eine noch effizientere Entwicklung und Produktion an weniger Standorten – so beschreibt Markus Flik, Vorstandsvorsitzender der Homag-Gruppe, in einer Pressemitteilung das Ziel der geplanten Restrukturierung. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlägen des Vorstands inzwischen zugestimmt.

Demnach sollen Produktion und Verwaltung der Tochtergesellschaft Friz Kaschiertechnik in Weinsberg stillgelegt und in den Stammsitz Schopfloch integriert werden. In Weinsberg soll es künftig nur noch eine Entwicklungs- und Dienstleistungseinheit für die Oberflächentechnologie geben. Laut Simone Müller, Leiterin Investor Relations bei der Homag-Gruppe, werden dort etwa 50 der derzeit 65 Stellen wegfallen.

Sehr starke Nachfrageschwankungen

Komplett stillgelegt werden soll der Standort Löhne im Münsterland. Die dort ansässige Tochtergesellschaft Torwegge, die vor allem Teile für Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Verbund- und Leichtbauplatten produziert, wird aufgelöst, die Produktion ebenfalls nach Schopfloch integriert. Die bislang von Friz und Torwegge hergestellten Maschinen und Anlagen unterliegen laut Markus Flik sehr starken Nachfrageschwankungen, "so dass eine wirtschaftliche Produktion nur innerhalb eines größeren Produktportfolios möglich ist". Auch die dort ansässige Serviceniederlassung der Weeke Bohrsysteme GmbH wird aufgelöst. Insgesamt, so Müller, fallen am Standort Löhne 90 Arbeitsplätze weg.

Und schließlich wird die Schleiftechnik-Firma Bütfering in Beckum an die Weeke Bohrsysteme GmbH in Herze­brock-Clarholz bei Gütersloh angegliedert. Dies wird rund 40 Arbeitsplätze kosten.

Anfang diesen Jahres hatte die Homag-Gruppe erstmals bekanntgegeben, dass sie eine Restrukturierung plant. Damals sei der jetzige Umfang jedoch noch nicht absehbar gewesen, so Simone Müller. Die Unternehmensleitung hält die Maßnahmen für unumgänglich. Die Tochterfirmen Friz und Torwegge schreiben laut Vorstandschef Flik seit Jahren rote Zahlen. "Wir haben andere Möglichkeiten intensiv geprüft, konnten jedoch keine tragfähigen Alternativen finden."

Ob es betriebsbedingte Kündigungen geben wird, dazu wollte sich Simone Müller nicht äußern. Man sei derzeit dabei, für die betroffenen Mitarbeiter gemeinsam mit den Betriebsräten nach den "bestmöglichen Lösungen" zu suchen, heißt es von Unternehmensseite.

Nach Abschluss der gesamten Restrukturierung erwartet der Vorstand ab 2013 eine jährliche Verbesserung des operativen Gewinns (vor Zinsen, Steuern, Aufwand aus Mitarbeiterbeteiligung und vor außerordentlichem Aufwand) von bis zu acht Millionen Euro. Dadurch schaffe man dauerhaft mehr Spielraum für Investitionen und die Erschließung neuer Märkte. Den durch die Restrukturierung bedingten außerordentlichen Aufwand beziffert das Unternehmen auf voraussichtlich insgesamt rund 20 Millionen Euro. Dennoch soll der operative Gewinn in diesem Jahr mit rund 65 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

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