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Schopfloch Ein Programm wie eine Wundertüte

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Der Auftritt der Kultband Hiss war der Höhepunkt des Abends. Fotos: Günther Foto: Schwarzwälder Bote

Geradezu eine Wundertüte, gefüllt mit exzellenten Darbietungen mehrerer Kleinkunstpreisträger, wurde am Freitagabend beim Konzert des Schwarzwald Musikfestivals in der gut vorbereiteten großen Produktionshalle der Firma Homag in Schopfloch ausgeschüttet.

Schopfloch. Werksleiter Christian Breyer und Konzernbetriebsratsvorsitzende Carmen Hettich-Günther begrüßten im ausverkauften Haus strahlend sowohl zahlreiche Homag-Mitarbeiter als auch viele Gäste aus Nah und Fern. Bereits zum 14. Mal in Folge war es Festival-Intendant Mark Mast gelungen, unter dem Motto "Kleinkunst at its Best" preisgekrönte Künstler zum Festival der Kleinkunst nach Schopfloch zu holen.

Bei dem Song "New York, New York" swingt der ganze Saal mit

Als "Special Guest Black Forest" hatte er dazu die 18 Nachwuchsmusiker des erst vor sechs Monaten gegründeten "The Happy Town’s/Tones Brass Ensemble" unter der Leitung von Christian Pöndl eingeladen. Mast stellte dar, wie wichtig eine engagierte musikalische Jugendförderung ist: "Erst die musikalische Jugendarbeit schafft die Möglichkeit, überhaupt jemals ein Schwarzwald Musikfestival erleben zu können." Die 18 sympathischen jungen Bläser – gerade erst von einer Konzertreise zurückgekehrt – zeigten eine beeindruckende Leistung. Bei ihrem gekonnt dargebotenen "New York, New York" swingte und klatschte der ganze Saal mit.

Humorvolle Glossen und Erzähllieder hatte die in Karlsruhe geborene Musikkabarettistin Stefanie Kerker nach Schopfloch mitgebracht. Unter dem Motto "Lizenz zum Trödeln" nahm sie in kurzweiligen Sketchen den Alltag einer deutschen Hausfrau, Ehefrau und Mutter aufs Korn.

Unterstützt durch Ukuleleklänge, Akkordeonbässe, Flötentöne und Klänge der Boomwhackers, brachte Kerker ihre Lebensweisheiten dem Publikum nahe. Vor allem über die best- und frühestmögliche Förderung ihrer künftigen Kinder hatte sie sich viele Gedanken gemacht, gilt es doch, so Kerker, "schon vor der Empfängnis für den Sprössling Sorge zu tragen". Um alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, ist daher "Chinesisch in der pränatalen Phase" für sie unverzichtbar, schließlich sei "die Gebärmutter das erste Klassenzimmer des Menschen". Aber auch mit den Segnungen des Umweltsiegels und ihrem immer wieder auftretenden Kaufrausch setzte sie sich kritisch auseinander.

Den Höhepunkt des Abends aber bildete der Auftritt der Band Hiss. Frontmann Stefan Hiss (Gesang und Akkordeon) und seine Bandkollegen Volker Schuh (Bass), Michael Roth (Mundharmonika), Thomas Grollmus (Gitarre und Mandoline) und Bernd Öhlenschläger (Schlagzeug) elektrisierten das Publikum mit ihrer Mischung aus Balkan-Blues, Polka, Rock ‘n‘ Roll und Wildwest-Walzern geradezu.

Die Kultband tritt bereits seit 22 Jahren in beinahe unveränderter Zusammensetzung auf und hat in dieser Zeit rund 2000 Konzerte gegeben. Und auch in Schopfloch präsentierten sich die Musiker mit leuchtenden Augen und überschäumender Spielfreude, vor allem aber mit herrlichen Klängen, heißen Rhythmen und mitreißenden Songs.

Mitgebracht hatten sie ihr neues Programm "Südsee, Sehnsucht & Skorbut". Ihre fiktiven Erlebnissen auf hoher See hatten sie verpackt in schwungvolle Seemannslieder, teilweise gewürzt mit arabischen Melodien. Da wurden ihre Erlebnisse mit der Seemannsmission, ihre Abenteuer beim Walfang oder die drei Hobbys eines jeden Seemanns – "Rum trinken, Kiel holen und Schiffe versenken" – besungen.

Mit dem gemeinsam gespielten und gesungenen "Peter Gunn"von Henry Mangini setzten die beteiligten Künstler einen furiosen gemeinsamen Schlusspunkt.

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