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Schopfloch Das Oberiflinger Riesen-Windrad steht

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Das Windrad der EnBW bei Oberiflingen ist kurz vor der Fertigstellung. Am Mittwoch wurde mit dem Sternzug die Nabe mit den Rotorblättern angebaut. Foto: Ade

Schopfloch-Oberiflingen - Das Mega-Windrad bei Oberiflingen steht. Am Mittwochnachmittag wurde der sogenannte Stern nach oben gezogen und am Generator vor dem Maschinenhaus angebracht.

»Dieser Sternzug ist das Spannendste beim Bau solch einer Anlage«, sagte Sven Degenhardt, Bauleiter der EnBW Erneuerbare Energien GmbH in Stuttgart, der zusammen mit einem EnBW-Team und zahlreichen Zuschauern die Montage des Rotors verfolgte.

Anspruchsvoll seien dabei vor allem das Kippen der Nabe bei ausreichender Höhe und am Schluss das exakte Anbringen des Rotors am Generator, der vorne am Maschinenhaus sitzt. Der über 150 Meter hohe Kran zog den am Boden mit den Flügeln zusammengebauten Rotor nach oben. »Die Monteure oben sind meine Augen«, erklärte Kranfahrer Thomas Wehring, der über Funk vom Montageteam Anweisungen für das passgenaue Anbringen erhielt.

Jeder Flügel ist zirka 38 Meter lang, der Rotordurchmesser liegt bei 82 Metern. Die drei Flügel und die Nabe wiegen zusammen um die 60 Tonnen. Ein Flügel wiegt rund 8,5 Tonnen. Am Tag zuvor war der 54 Tonnen schwere Generator am Maschinenhaus (16,5 Tonnen) angebracht worden.

Der Bau der höchsten Windkraftanlage im Nordschwarzwald mit einer Nabenhöhe von 138 Metern ist damit kurz vor der Fertigstellung. Die Enercon-Anlage vom Typ E-82 E2 mit einer Leistung von zwei Megawatt soll noch diesen Monat in Betrieb gehen. »Es war eine schwierige Jahreszeit, um eine Anlage mit solch einer Höhe zu errichten«, sagte Sven Degenhardt. Beim Bau habe man wegen des Wetters extrem flexibel reagieren und Subunternehmer gegebenenfalls umdisponieren müssen.

Am 12. November wurde der Kran aufgestellt. Doch schon davor gab es laut Degenhardt viel zu tun. Nach verschiedenen Planungsschritten und der Auswahl des Standorts wurde eine Ertragsprognose vorgenommen. Dann folgte der Bau des Wegs, mit dem die Infrastruktur für die Anlieferung der Windradteile geschaffen wurde. Anschließend wurde das Fundament gesetzt. Parallel wurden die Kabel verlegt, damit der später gewonnene Strom auch ins Netz eingespeist werden kann.

Noch im alten Jahr wurde der Betonturm mit 21 Segmenten und einem Stahlring gesetzt. Auf diesen Turm kamen zwei jeweils fast 30 Meter hohe Stahlsektionen, auf die wiederum in dieser Woche das Maschinenhaus mit der Elektrik montiert wurde. Vorne am Maschinenhaus ist der Generator angebracht. »Diese Enercon-Windkraftanlagen sind ohne Getriebe und Kupplung, deshalb sind sie sehr leise«, informierte Aufbauleiter Timo Fricke.

Vor dem Maschinenhaus, auch Gondel genannt, befindet sich der Generator der direkt mit der Rotornabe verbunden ist. Im Turm ist ein Aufzug für Kontroll- und Wartungsarbeiten eingebaut. Dieser führt fast ganz nach oben. Das letzte Stück geht über eine Leiter ins Maschinenhaus. Zusätzlich zum Aufzug führt eine Steigleiter ins Maschinenhaus. Laut Betreiber deckt die Anlage den Strombedarf von 1180 Haushalten und vermindert den CO2-Ausstoß um 3200 Tonnen im Jahr.

 
 

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