Aus einem kleinen Pflänzchen, das Irene und Bernd Kleinbeck vor einigen Jahren bekamen, entwickelte sich dank guter Pflege und Standort im Wohnzimmer eine prächtige Bananenstaude, die nun Früchte trägt. Foto: Ade

Vor sechs Jahren bekamen Irene und Bernd Kleinbeck aus Schopfloch eine kleine Bananenstaude. Die ist nun im Wohnzimmer zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen, die sogar Früchte trägt.

Schopfloch - Die Kleinbecks haben sich mit der Bananenpflanze ein Stück Tropen in die eigene Wohnung geholt. Dass die Bananenstaude Früchte trägt, hätten sie eigentlich nicht gedacht. "Das ist doch etwas Schönes, das ist ein Wunder, das hätten wir nie geglaubt", sagt Irene Kleinbeck und schmunzelt. "Unsere Tante hat immer gesagt: Schmeißt die Pflanze weg, wenn sie keine Bananen kriegt", erzählt sie weiter.

Auch Bernd Kleinbeck freut sich über die mehr als 20 Tropenfrüchte an der Pflanze im Wohnzimmer und erzählt: "Wir haben die Staude ganz klein im Sommer 2015 von einer Frau bekommen, die weggezogen ist." Damals war die Bananenstaude vielleicht 30 Zentimeter hoch, heute misst sie weit über einen Meter und hat große Blätter.

Im Topf mit Regenwasser fühlt sie sich wohl

Im großen Topf stand die Pflanze nun direkt am großen Fenster zum Garten und hat sich dort anscheinend richtig wohl gefühlt und gedieh dabei prächtig. Pro Woche gibt Irene Kleinbeck etwa eine Gießkanne Regenwasser in den speziellen Topf, der das Wasser hält. Mehr als 20 Bananen wachsen an der Staude und werden nach und nach gelb. "Wir haben schon vier oder fünf Bananen gegessen und sie schmecken richtig gut", freut sich Irene Kleinbeck. Anfangs fragte sich das Ehepaar schon, ob die Bananen überhaupt essbar sind, es könnten ja auch Zierfrüchte sein. "Ich hab die Erste probiert und dann erst einmal geschaut, ob ich Bauchweh bekomme", verrät Irene Kleinbeck. Aber zu ihrer Überraschung war die Banane gut, wenn die Schale auch etwas dünner sei als bei den gekauften Bananen.

Beide freuten sich über die leckeren Früchte und warten gespannt darauf, dass die nächsten gelb werden, damit sie sie genießen können. Die Bananen werden an der Staude gelb und dann erst abgeschnitten. Das Ehepaar hat also reife Früchte direkt von der Pflanze, wie in den Tropen.

Vor zwei Jahren war die Pflanze noch wesentlich höher. Sie reichte bis zur Zimmerdecke, aber jetzt mit den Früchten sei sie zurückgegangen, so die Kleinbecks. Schon im Oktober vorigen Jahres habe man gesehen, dass neben einer großen Blüte Bananen kommen. Über den Winter wuchsen die Früchte. Sie sind großteils noch grün, werden aber nach und nach gelb – die ersten sind schon verspeist.

Neben dem früchtetragenden Stamm ist seit Oktober bereits ein neuer Trieb gekommen und seither schon stattlich groß geworden. Irene Kleinbeck schätzt, dass die fruchttragende Staude abstirbt, wenn alle Früchte weg sind, und dass deshalb daneben ein neuer Trieb wächst. "Wir waren schon in Thailand und da haben wir auch gesehen, dass neben der Staude, die Früchte hatte – wie jetzt hier bei uns – ein neuer Trieb kam."

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