Ein Leitungswechsel ist im AWO-Schatzstübli erfolgt: Jutta Leininger übergibt an Dagmar Antonaci.
Nach sechseinhalb Jahren als Leiterin des AWO-Schatzstüblis und vielen Berufsjahren tritt Leininger kürzer und zieht sich aus der Leitungsposition zurück. Nach einer überaus ereignis- und erfolgreichen Zeit übergibt sie den Stab, heißt es in einer Mitteilung.
Mit Antonaci, die seit mehr als drei Jahren als Stellvertreterin von Leininger fungiert hat, gewinnt die AWO eine neue Leiterin, die das Geschäft mit all seinen Facetten bestens kennt und auch der Kundschaft gut vertraut ist– ein Glücksgriff, so die AWO weiter.
Rückblick
Als Fortsetzung der Flüchtlingshilfe wurde die Idee geboren, neben Rheinfelden und Wyhlen auch in Schopfheim ein Sozialkaufhaus der AWO zu etablieren. Die Initiative ging von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Stadt Schopfheim aus, die damals für die Flüchtlinge zuständig war. Ausschlaggebend für sie war unter anderem, dass es in Schopfheim wenige bis gar keine Geschäfte gab, in denen Möbel, Geschirr und weitere Einrichtungsgegenstände kostengünstig erworben werden konnten. Im Austausch mit weiteren Personen wurde ein geeigneter Verkaufsraum gesucht. Das ehemalige Fahrradgeschäft an der Hauptstraße bot sich an, auch aufgrund seiner günstigen Lage, führt die AWO aus. Im Anschluss wurde erfolgreich ein Antrag durch den Gemeinderat der Stadt Schopfheim beschlossen. Neben den oben angeführten Begründungen wurde in der Vorlage zusätzlich auf den Aspekt der Nachhaltigkeit verwiesen: Gebrauchsgegenstände, die nicht mehr benötigt werden, können so in den Kreislauf wieder aufgenommen werden und weitere Verwendung finden, statt entsorgt werden zu müssen.
Bald wurde der Mietvertrag von Hannelore Nuß, AWO-Kreisvorsitzende, unterzeichnet. Für Leininger bot sich damit eine neue Herausforderung: Sie übernahm hochmotiviert, mit Freude und Herzblut, Engagement und großem Einsatz die Leitung des Schatzstüblis, erinnert die AWO.
Ein Kraftakt
Zunächst erfolgte ein Kraftakt der besonderen Art: Ein kleines Team von Ehrenamtlichen, zu dem auch ein gelernter Maler aus Syrien gehörte, sowie Festangestellte renovierten zwei Monate lang eine leerstehende Lagerhalle an der Hauptstraße in Schopfheim, und im Dezember 2018 wurde das AWO-Schatzstübli in Schopfheim feierlich eröffnet.
Das Schatzstübli sei nicht nur ein Ort, an dem jeder zu kleinen Preisen ein äußerst vielfältiges Warenangebot vorfindet, betonen die Verantwortlichen. „Oftmals freuen sich Kunden über Dinge, die sie schon seit einer gefühlten Ewigkeit suchen, Dinge, von denen sie glaubten, es gäbe sie nicht mehr, Dinge, die Erinnerungen wecken, Außergewöhnliches und Alltagsgegenstände. So wird das Schatzstübli auch immer wieder zum Ort der Kommunikation, des Austausches, auch ein Ort der kleinen Geschichten“, heißt es. Ein fester Kreis an Stammkunden, aber auch immer wieder Menschen, die den Weg zum ersten Mal finden, zeichne das Klientel des Kaufhauses aus.
Unterstützer
Unterstützt wird das Schatzstübli zum einen von einem größeren Kreis ehrenamtlicher Helfer und einem kleineren Kreis Festangestellter.
Ganz ausdrücklich erwähnt die AWO auch die vielen Spender, die für diese vielfältige Auswahl an Waren sorgen, die beständig ihre Schätze ins Schatzstübli tragen und ohne die dieses tolle, nachhaltige und unterstützende Konzept nicht umsetzbar wäre, heißt es im Pressebericht.
Kurzinfo
AWO-Schatzstübli,
Hauptstraße 127 a, 79650 Schopfheim, Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Warenanlieferung zu den Öffnungszeiten.