Die Klappe fällt: ein Drehtag der Filmgruppe „Skaicru“ mit Hauptdarstellerin Fabiola Strugalla in der Kulturfabrik. Foto: Jürgen Scharf

Film ab und Action hieß es bei den Dreharbeiten der Filmgruppe „Skaicru“ für die zweite Folge ihres Mystery-Thrillers „(Un)gerechtes Spiel“.

Mitten hinein ins Filmgeschehen: Als im Klassenzimmer der Berufsschule ein Zettel herumgeht, auf dem „Mörderin“ steht, rafft Evelin ihre Siebensachen zusammen und verlässt hektisch den Raum. Was ist passiert? Im Internet kursiert ein Beweisvideo, das Evelin und zwei weitere Personen zeigt, wie sie eine Leiche auf einem Wohnwagenplatz herumtragen. Sie wurden inflagranti ertappt und das Video veröffentlicht. Nur ist die Frage: War es Mord oder war es Notwehr?

 

Der Film der hiesigen Gruppe „Skaicru“ zeigt einzelne Bruchstücke, der Zuschauer soll selber die Story für sich zusammensetzen. Neun Drehtage sind für die zweite Folge des Films angesetzt. Die Pilotfolge lief im März bereits im Scala-Kino. „Es war richtig toll, unseren Film auf großer Leinwand zu sehen“, schwärmt Regisseurin und Drehbuchautorin Anna Kiefer von dieser Premiere vor 90 Zuschauern, die Einblick in das Filmschaffen von Skaicru erhalten haben.

Kulturfabrik als Filmset

Ein Drehort der zweiten Folge des Dreiteilers war die Kulturfabrik. Dort wurde mit Statisten aus der Gegend im Alter von 16 bis Mitte 30 die Szene in der Berufsschulklasse gedreht. Ein Klassenzimmer wurde als Szenenbild eingerichtet, die Schülerin sitzen mit ihrem Schreibzeug in den Bänken. Evelin (Fabiola Strugalla) kommt zu spät zur Schule. Als sie den Zettel „Mörderin“ liest, nestelt sie hektisch in ihrem Rucksack, springt auf, stürmt aus dem Raum. Wird sie von einer unbekannten Person bedroht? Fühlt sie sich ertappt? „Cut, danke, der Take ist gekauft“, sagt Regisseurin Anna Kiefer nach der gelungenen Aufnahme.

Foto: zVg

Crew von Filmenthusiasten

Am Vormittag wurden schon zwei Szenen in einem Badezimmer gedreht, in denen Evelin das im Internet kursierende Video sieht und dann in Panik ihre Schwester Finja anruft. Geht es also um einen Fall von Mobbing oder ist die Sache komplizierter? Geheimnisse werden aufgedeckt, alles spielt hinein in diesen 30-minütigen Streifen: Familienzwist, ein Schwesterndrama, aber auch Freundschaft.

Die Geschichte, die Anna Kiefer erzählt, knüpft direkt an die erste Folge an, in der die beiden ungleichen Schwestern in dem fiktiven Schwarzwaldort Walden im Mittelpunkt standen. Dieses Mal taucht mit Larissa Kölsch als Nele noch eine weitere Hauptdarstellerin auf, deren Bruder Mario (Max Milkereit) ebenfalls mitmischt.

Anna Kiefer arbeitet in ihrer Regie wieder mit Flashbacks, also mit Rückblenden, um in Puzzleteilen aufzuschlüsseln, was passiert ist. Eine große engagierte Crew von Filmenthusiasten ist am Set aktiv. Viele kommen aus der Umgebung, andere aus Zürich, Karlsruhe, Konstanz, Stuttgart, sogar aus Köln. Alle reisten gemeinsam zu dieser zweiten Staffel an, sind unter anderem in zwei Ferienwohnungen untergebracht. Es herrscht ein tolles Teamgefühl, wie man beim Dreh spüren kann: ein richtiges „Ferienlager für Film“. 19 Leute sind hinter den Kulissen und den beiden Kameras eingesetzt.

Straffer Zeitplan

Der Zeitplan für die Dreharbeiten ist straff, jeden Tag wird woanders gefilmt, zum Beispiel in der Hanf-Union oder im Wald um Maulburg, aber auch in einer gemieteten möblierten Ferienwohnung in Steinen. Die zweite Folge, die im nächsten Sommer erscheinen soll, bleibt weiter im geheimnisvollen Mystery-Genre. Ein Wunsch von Skaicru ist es, dass auch dieser Film wieder im Scala in Schopfheim auf die große Leinwand kommt.

Weitere Infos und ein Trailer unter https://skaicru.com/