Wie Schonach, sein Skiclub und die Schulsportstiftung das Winterfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ retten wollen.
Bei der jüngsten Winterolympiade in Italien gingen auch einige Sportler an den Start, die zuvor schon reichlich Lorbeeren bei „Jugend trainiert für Olympia“ eingeheimst hatten. Sie alle könnten auch in Zukunft weiter zu den Spitzenathleten zählen.
Dieses sportliche Großereignis richtet alle zwei Jahre der Skiclub Schonach in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung seiner Gemeinde aus. Dann, zwei Jahre später, ist Nesselwang wieder dran. Und so hätten vom 1. bis 5. März in acht Teamwettbewerben in den Disziplinen Ski Alpin, Skispringen, Skilanglauf und Para Ski rund 107 Schulteams im Winterfinale miteinander wetteifern sollen.
Auch die Sportministerin will anreisen
Allein: Es liegt kein Schnee, es ist auch keine einzige Schneeflocke in Sicht, und selbst ohne Wettervorhersage ist klar: Das Großereignis für die Nachwuchssportler droht ins Wasser zu fallen. Dabei haben sich Schonach, der Skiclub und die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS), die ebenfalls Trägerin und Veranstalterin des Schulsportwettbewerbs ist, schon seit dem Mai 2025 auf die Mega-Veranstaltung vorbereitet.
Ein Ansturm von 633 Nachwuchsathleten, die sich zuvor für das Finale qualifiziert haben, samt Lehrkräften muss gut koordiniert werden. Eröffnungs- und Schlussfeier, Unterbringung, Aprés-Ski und dazugehörige Workshops und Treffen sind geplant. Es reist auch noch Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper an.
Den potenziellen Sportstars von morgen statten außerdem die Vertreter des Organisationskomitees, zahlreiche Offizielle und mehr als 150 Helfer sowie Prominenz aus Sport und Politik einen Besuch ab.
Das Großereignis darf nicht ins Wasser fallen
Jetzt herrscht beim Veranstalter zwar Stirnrunzeln ob der Wetterlage, aber keineswegs Ratlosigkeit, sondern weiterhin hektischer Betrieb. Am Donnerstag, 26. März, werden die Ausrichter noch einmal zusammenkommen und danach, so versprechen es auch Heidi Spitz vom Skiclub und Nadine Haberer, Leiterin des Schonacher Sport- und Kulturamtes, mit einer Lösung aufwarten.
Wahrscheinlich müssen jede Menge Busse aus allen Himmelsrichtungen in ein Wintersportgebiet koordiniert werden, dass diesem Namen im Moment gerecht werden kann. Denn: Die traditionsreiche Veranstaltung ausfallen zu lassen, ist keine Option.
Es ist sogar eine Jubiläumsveranstaltung
Seit 50 Jahren
gibt es das Winterfinale von „Jugend trainiert“. Die Teilnehmer sollen also alle Teil eines ganz besonderen Bundesfinales und eines runden Jubiläums sein. Erstmals gingen 1976 in Ruhpolding Schüler bei einem offiziellen „Jugend trainiert“-Winterfinale an den Start. 50 Jahre später sollte es die Schwarzwaldgemeinde Schonach als Rekordausrichter sein. Erfreulich für die Veranstalter, so heißt es in einer Pressemitteilung, sei aber auf jeden Fall, dass im paralympischen Bereich, der seit 2013 fester Bestandteil der Bundesfinalveranstaltungen ist, die Anzahl teilnehmender Teams gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist.