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Schonach Straßenverkehramt schiebt Einbahnregelung Riegel vor

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Von Juni bis Oktober wird ein Teil der Schonacher Ortsdurchfahrt zur Dauerbaustelle. Foto: © Rainer Fuhrmann – adobe.stock.com Foto: Schwarzwälder Bote

Schonach (red). Der Schonacher Gemeinderat hat den Auftrag zum Austausch der Ver- und Entsorgungsleitungen in der Triberger Straße an die Firma Hermann aus Furtwangen vergeben. Die Baumaßnahme startet bei der Einmündung Mühlenstraße und geht hoch bis zum Mühlenweiher.

Der Bau beginnt am Donnerstag, 4. Juni und zieht sich bis Ende Oktober 2020 hin. "Dies ist eine lange Zeit der Beschränkungen. Es wird auch auf Grund der Lage und Verkehrsdichte auf der L 109 zu Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer und Anlieger kommen", informiert Bürgermeister Jörg Frey.

Hauptverkehrsachse für Schonach

"Da die L 109 eine Hauptverkehrsachse für Schonach darstellt, war es auch äußerst schwierig, entsprechende Regelungen für den Verkehr zu finden. Nach langen und intensiven Diskussionen wurde die von den Anliegern favorisierte Lösung einer dauerhaften Einbahnregelung (L 109 aufwärts und Hermann-Burger-Straße abwärts) vom zuständigen Straßenverkehrsamt nicht genehmigt", so Frey. "Der Grund war, dass die öffentlichen Busse von Schönwald kommend den Radius an der Kreuzung zur Hermann-Burger-Straße nicht fahren können und dort wegen des Höhenunterschieds aufsitzen würden. Bei straßenrechtlichen Anordnungen müssen stets die Belange aller berücksichtigt werden. Der öffentliche Personennahverkehr darf nicht zum Erliegen kommen."

Eine Ampel wird eingerichtet

Frey weiter: "Daher wird es nun eine Lösung dahingehend geben, dass auf der L 109 dauerhaft eine Ampel eingerichtet wird. Es wird versucht, die Baustelle und die Ampelphase so kurz wie möglich zu halten, damit die Beeinträchtigungen möglichst gering sind. Die Ampel wird jeweils mit der Baustelle von der Mühlenstraße nach oben mitwandern."

Das hat laut Frey den Vorteil, dass außer dem Baubereich, der rund 50 Meter lang sein soll, alle Gebäude immer von beiden Seiten anfahrbar und die Kundenfrequenz für die Betriebe zwar nicht optimal, aber vertretbar wären. Die ursprünglich bei Baubeginn vorgesehene Vollsperrung der L 109 für die erste Kreuzung des Kanals auf der kompletten Straße entfällt ebenso. Durch Entgegenkommen der Firma Hermann wird versucht, die Straßenquerungen im Bereich der Mühlenstraße ohne die Vollsperrung herzustellen. Dazu wird die Straße mit dem Kanal in zwei Abschnitten im Ampelbetrieb gequert. Gegebenenfalls werden nach Rücksprache mit den Grundstückseigentümern die angrenzenden Flächen für eine Verbreiterung der Fahrspuren genutzt.

Ganz wichtig ist der Gemeindeverwaltung zu betonen, dass die entlang der L 109 niedergelassenen Betriebe immer anfahrbar sind. Zwar kann es zu Behinderungen und Beeinträchtigungen kommen und muss eventuell auch einmal ein kurzer Fußweg in Kauf genommen werden, aber es wird versucht, die Beeinträchtigungen so weit als möglich zu minimieren. Ziel der gesamten Maßnahme ist nicht nur den Kanal auszutauschen, sondern auch die Hausanschlüsse, die Wasserleitungen, den Breitbandanschluss zu vollziehen und teilweise Strom- und Gasleitungen zu erneuern. Der Schwerpunkt der Maßnahme liegt auf der bergseitigen Straßenseite der L 109.

Frey betont, dass er großes Verständnis für die Betriebe und Anlieger an der L 109 hat. "Gerade nach der Corona-Krise und der Schließung kommt dies natürlich zur Unzeit." Allerdings sei die Gemeinde angehalten, den schadhaften Kanal, der auch bei zahlreichen Starkregenereignissen immer wieder zu Überschwemmungen führt, dringend auszutauschen. Es habe entlang dieser Straße bereits zahlreiche Wassereintritte in die Keller gegeben.

"Ich bitte deshalb um Verständnis, dass wir diese Maßnahme durchführen müssen und dass die von uns angedachte Einbahnregelung nicht genehmigt wird. Aber die Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt muss bei ihrer Entscheidung auch die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigen.

Zudem hätte die Einbahnregelung eventuell eine Ampellösung bei der Kreuzung Hermann-Burger-Straße/Schönwälder Straße zur Folge gehabt, was sicher zu noch mehr Problemen geführt hätte", so Frey.

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