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Schonach Startschuss für blühendes Dorf

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Foto: Pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

"Blühender Naturpark" heißt das Projekt des Naturparks Südschwarzwald, das seit 2013 besteht und in das sich die Gemeinde Schonach nun einklinkt.

Schonach. Im Bereich des Kurgartenzugangs beim Parkplatz Kramer werden im kommenden Frühjahr zehn Ar zur insektenfreundlichen Blühwiese eingesät. In einer Informationsveranstaltung appellierte Bürgermeister Jörg Frey nun an die interessierten Besucher, sich mit ihren Privatgärten oder Freiflächen an dem Projekt zu beteiligen. "Wenn man etwas miteinander machen kann, tut es allen gut", riet er zur Initiative.

Holger Wegner, stellvertretender Naturparkleiter, informierte in seinem Vortrag über die Ursachen und Ausmaße des Insektensterbens. Mit Beispielfotos verdeutlichte er, dass so ziemlich alles, was ordentlich und optisch ansprechend aussieht, wenig wertvoll für die Insekten ist. Rasenflächen und Steingärten zählte er genauso dazu, wie etwa Bepflanzungen mit großblütigen gezüchteten Blühpflanzen. Mit einfachen praktischen Tipps ermutigte er die Zuhörer, in das Thema aktiv einzusteigen.

Ulrich Lössl, Geschäftsführer der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH, erläuterte die Motivation des Unternehmens als Botschafter des Naturparkprojekts aktiv zu sein. Auf Betreiben des Unternehmens werden auf Bad Dürrheimer Gemarkung vier Hektar mit einer geeigneten Wildblumenmischung angesät, weitere zwei Hektar sollen als Versuchfläche weitere Erkenntnisse für Landwirtschaft, Unternehmer und Gartenbesitzer bringen.

Die Blühwiese im Kurgarten wird, so Bürgermeister Frey, im Frühjahr von Schülern der Dom-Clemente-Schule und dem Bauhof eingesät. Außerdem hat sich der Rotary Club bereit erklärt, die Aktion zu unterstützen.

In der anschließenden Diskussion holten sich die Besucher Informationen über die Anlage einer Blühwiese und ihre Pflege. Holger Wegner erklärte den Unterschied zwischen einer Blühwiese mit einheimischen mehrjährigen Blumen und Stauden, im Gegensatz zu den meist einjährigen Blumenwiesen, wie sie im Handel erhältlich sind. Nicht jede Blühwiese wird gleich gelingen, warnte er, und wie sie letztendlich aussehen werde, hänge davon ab, welche Blumen sich auf den Flächen etablieren. Konkret riet er, sich mit dem Mähzeitpunkt an der Landwirtschaft zu orientieren und das Mähgut unbedingt von der Fläche zu entfernen, um den Nährstoffeintrag gering zu halten.

Außerdem betonte er, dass für den Start die Erde etwa zehn Zentimeter tief umgegraben und unbedingt frei von Unkraut sein sollte. Ingrid Schyle regte deshalb an, bei einer Neuanlage sich zusammenzuschließen und gemeinsam die nötigen Maschinen, wie etwa eine Fräse, zu leihen.

Diese Startbedingungen verhindern Bürgermeister Freys Idee von der Wildblumenwiese am Sprunghügel der Langenwaldschanze. Zu groß sei das Risiko, dass dann der Hang abrutscht. Dennoch bleibt er in diesem Zusammenhang offen für jede Idee und motivierte die Besucher des Abends, für ein blühendes Dorf zu werben.

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