Sie blicken positiv in die Zukunft des MGV "Sängerkreises" Schonach: Vorsitzende Bernd Kaltenbach (rechts), sein Stellvertreter Wolfgang Förtsch (links) und Kassier Herbert Burger. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Sangesfreudige Männer aus der Raumschaft gesucht / Proben am 3. und 17. Juli / Im Vorstand herrscht Zuversicht

Von Hans-Jürgen Kommert Schonach. "Wir müssen als Allererstes schauen, dass wir wieder fähig sind zu singen", stellte Vorsitzender Bernd Kaltenbach gegenüber dem Schwarzwälder Boten als oberstes Kriterium für die Weiterführung des beinahe schon aufgelösten Chores Männergesangverein "Sängerkreis" Schonach mit Frauen- und Kinderchor heraus.Rückblende: Beinahe wurde der Chor im März aufgelöst, was aber letztlich an einer Stimme scheiterte. Bei einem zweiten Versuch fand sich eine beherzte Mannschaft, alles ehemalige Sänger, die bereit waren, zumindest den Versuch zu wagen, den traditionsreichen Chor weiterzuführen (wir berichteten).

 

Mittlerweile haben sich die Beteiligten einen Überblick verschafft und sind zuversichtlich, dass sie es schaffen können. Zunächst stand die Frage nach einem musikalischen Leiter im Vordergrund. Diesen haben sie nun in einem altbekannten Gesicht gefunden. "Thomas Schmidt, der den Chor über lange Jahre begleitet hat, ist bereit, den Chor, zunächst ehrenamtlich und ohne Bezahlung, musikalisch zu leiten", freute sich Bernd Kaltenbach.

Zunächst werde man versuchen, einen tragfähigen Männerchor zu bilden, mit mindestens zehn bis 15 Männern, mit nach oben offenen Grenzen. "Am 3. und 17. Juli sind die ersten Proben. Jeweils um 20 Uhr wollen wir uns im Probelokal des MGV in der Dom-Clemente-Schule treffen", betonte Kaltenbach.

Sie alle hoffen darauf, dass es sowohl in Schonach als auch in Schönwald oder Triberg genügend sangesfreudige Männer gibt. "Wir fordern alle Männer der gesamten Raumschaft auf, gemeinsam mit uns zu singen – und singen kann jeder", ist sich der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Förtsch sicher. Wenn sich bis zum Herbst ein tragbarer Männerchor etabliert habe, könne man schauen, dass man wieder einen Frauenchor integriert.

Was zumindest dieses Jahr angeht: Das beliebte Kuttlemattefest wird diesen Sommer nicht stattfinden. "Dazu fehlen uns schlicht die helfenden Hände", nannten die Macher Gründe.

Eine "Waldpeter-Party" wird eventuell 2015 wieder durchgeführt, ein "örtlicher Veranstalter" zeige großes Interesse. Ob der Verein als Bewirtungsteam auftreten könne, stehe allerdings in den Sternen. Auch ein Weihnachtskonzert werde in diesem Jahr sicher ausfallen.

Vorläufig wolle Schmidt neben dem "Deutschen Volkslied" auch Modernes, Rhythmisches und Aktuelles als Liedgut mit den Männern singen, dabei soll auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen.

Dank Jugendmusikschullehrerin Monika Hehl werde es auch den Kinderchor weiter geben. Dessen Proben für Kinder zwischen fünf und 15 Jahren finden weiterhin freitags um 18 Uhr im Probelokal bei der Schule statt. Derzeit seien es 19 Kinder – und unter welcher "Flagge" die künftig auftreten, müsse mit der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen abgeklärt werden.

"Bis zum Herbst werden wir weder Aktiven- noch Passivbeiträge kassieren", machte Kassier Herbert Burger auf die näheren finanziellen Umstände aufmerksam. Als Chor könne man in diesem Jahr sicher noch nicht antreten, doch seien alle zuversichtlich, dies in den nächsten Jahren wieder zu schaffen – "nicht mehr im bisherigen Umfang, doch vielleicht gibt es bald wieder vereinzelte Kurkonzerte mit dem Chor", ist sich der Vorstand einig.

Nochmals erinnerten die Männer an die beiden ersten Treffen vor der Sommerpause und luden ausdrücklich zunächst sangesfreudige Männer aus der Raumschaft Triberg ins Probelokal ein.