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Schonach Kontrollen auf der L 109 in Planung

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Frank Stehle (links) und Udo Littwin stellen im Gemeinderat die Polizeistatistik für Schonach vor. Foto: Eberl Foto: Schwarzwälder Bote

Udo Littwin, Leiter des Polizeireviers St. Georgen und Frank Stehle, der neue Leiter des Polizeipostens Triberg, waren zu Gast im Schonacher Gemeinderat, um dort die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vorzustellen.

Schonach. Littwin gab bekannt, dass er zum letzten Mal die Statistik vorstellen wird, er gehe im kommenden Jahr in den Ruhestand. Für 2018 hatte er für Schonach beruhigende Zahlen zu vermelden. Zwar zeige die Statistik eine Steigerung um zwei auf 79 Fälle, das sei aber zu vernachlässigen. Die Häufigkeitszahl, also die hochgerechneten Fälle auf 100 000 Einwohner, sei nach wie vor mit 1971 sehr gering und liege weit unter dem Landesmittel und auch unter dem Durchschnitt des Polizeipräsidiums Tuttlingen.

Zugenommen habe die Straßenkriminalität von zehn auf 15 Fälle, die Sexualdelikte von null auf einen Fall, die Rohheitsdelikte von sechs auf neun Fälle und die Diebstahlskriminalität von 18 auf 22 Fälle. In Sachen Gewaltkriminalität gab es wie im Vorjahr einen Fall, bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten blieb die Fallzahl bei zehn, ebenso bei der Gewalt gegen Polizeibeamte.

Stark abgenommen habe die Rauschgiftkriminalität, die von 17 auf acht Fälle sank. "Hier zeigten unsere Ermittlungen in den Jahren 2016 und 2017 starke Wirkung", freute sich Littwin. Die Aufklärung insgesamt sei allerdings zurückgegangen, von 76,60 Prozent auf nunmehr 55,7 Prozent. "Wir liegen hier allerdings noch immer über dem langjährigen Mittel von 54,2 Prozent", so Littwin.

Der scheidende Leiter des Polizeireviers informierte die Ratsmitglieder, dass in seinem Bereich in wohl sechs bis acht Wochen sogenannte Body-Cams eingesetzt werden.

Außerdem erklärte Littwin, dass von den 45 bekannten Tätern vier Asylbewerber seien. Auch in Sachen Verkehrsunfällen könne Schonach vor allem Anbetracht der doch zahlreichen Straßen sehr gute Zahlen vorweisen. Es gab elf Verkehrsunfälle (Vorjahr 14), daraus resultierend vier Schwerverletzte (vier) und acht Leichtverletzte (17). Dennoch betonte er, dass jeder Verkehrsunfall einer zuviel sei.

Frank Stehle, seit 1. April neuer Leiter des Polizeipostens Triberg, freute sich auf die künftige Zusammenarbeit. "Ich war zuvor schon seit einige Jahren in St. Georgen, kenne also die Gegend", erklärte er. Die kommenden Jahre, so Stehle, werden einiges an Umbrüchen mitbringen, denn alleine 2019 werden drei Beamte des Triberger Postens in den Ruhestand gehen.

Heiße Spur in Sachen Reifenstecher

Bürgermeister Jörg Frey bedankte sich bei den beiden Beamten. Er sprach die Situation auf der L 109 am Rohrhardsberg an und bat darum, speziell an den Wochenenden dort wieder zu kontrollieren. Und zwar nicht nur bezüglich der Geschwindigkeit, sondern auch der Lärmbelästigung. Das, so versicherte Littwin, sei bereits in Planung.

Helmut Kienzler (FWV) sprach die Reifenstecherei in der Raumschaft an, ob man denn hier die Polizei in irgendeiner Form unterstützten könne. "Wir haben just heute eine Durchsuchungsaktion und sind womöglich auf der richtigen Spur", verriet Stehle, wollte aber aus Ermittlungstechnischen Gründen keine weiteren Auskünfte geben.

Volker Kölsch (SPD) wunderte sich über die geringe Zahl an Verkehrsunfällen, gerade hinsichtlich der Beliebtheit der L 109 bei Motorradfahrern. "Die L 109 ist mittlerweile eine Ersatzstrecke für die B  500 geworden", führte Littwin aus. Auf der Bundestraße sei es durch bauliche Maßnahmen gelungen, die Raserei nahezu zu unterbinden. Zwar könne die Polizeikontrolle auf der L 109 die Situation mildern, richtige Abhilfe würde aber auch hier nur bauliche Maßnahme bringen.

Herbert Rombach (CDU) sprach die Vorgänge beim letztjährigen Volksfest der Feuerwehr an. Da hätte sich die Polizei nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als man einen gewaltbereiten Besucher nicht aus dem Zelt holte. "Wir wissen das", beteuerte Littwin und erklärte, dass man die Vorgänge aufgearbeitet habe und in Zukunft anders reagieren werde.

Abschließend dankte Bürgermeister Frey Udo Littwin für die Jahrelange gute Zusammenarbeit und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Frank Stehle wünschte er viel Erfolg und zeigte sich sicher, dass man auch hier gut zusammenarbeiten werde.

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

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