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Schonach Dem Künstler auf der Spur

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Sie bringen sich bei der erweiterten Ausstellung im Klaus-Ringwald-Museum ein (von links): Ilse Behrendt, Silvia Hettich, Klaus Schuler, Hanni Ketterer, Hubert Maier und Oswald Blank. Erwähnt seien außerdem Monika Kuner, Inge Sauermann und Irina Schwer als tatkräftige Unterstützerinnen, die jedoch nicht auf dem Bild sind. Fotos: Reutter Foto: Schwarzwälder Bote

Klaus Ringwald, dessen künstlerisches Werk international Anerkennung findet, wurde am 6. August 1939 in Schonach geboren. In diesem Jahr wäre er 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wird im Klaus-Ringwald-Museum in Schonach zu einer erweiterten Ausstellung eingeladen.

Schonach. Die erweiterte Ausstellung öffnet ihre Türen im Gebäude im Alfred-Feudel-Weg 12 von Samstag, 14. September, eine Woche lang bis Freitag, 20. September, täglich zwischen 14 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die bisherige Ausstellung wurde von Projektleiterin Silvia Hettich überarbeitet und mit zusätzlichen Werken ergänzt, die das künstlerische Schaffen Ringwalds verdeutlichen.

Den Bau des Ateliers und heutigen Museums in Schonach hatte Ringwald noch begonnen, seine Vollendung aber nicht mehr miterlebt. Am 29. November 2011 war er im Alter von 72 Jahren in Triberg verstorben. Seine Porträts, Skulpturen und Stelen, zumeist in Bronze, an verschiedenen Standorten in Deutschland und darüber hinaus sind eine bleibende Erinnerung an diesen großartigen Künstler, der trotz seines überragenden Talents bescheiden blieb.

Freunde und Wegbegleiter von ihm haben sich auch bei der Neugestaltung der erweiterten Ausstellung eingebracht. Silvia Hettich hat in das Konzept die Persönlichkeit des Künstlers, seine Schaffenskraft sowie seinen Witz und Hintersinn einfließen lassen. Eine Baumscheibe mit 80 Jahresringen sowie knorrige Äste erinnern an Ringwalds Naturverbundenheit, seine Ecken und Kanten. Außerdem gibt es Texte von Johannes Werner, dem dritten Stiftungsvorstand, zum Werdegang des Künstlers. So wird der Gang durch die Ausstellung zu einer Begegnung mit Ringwald.

Zusätzliche Bronze-Skulpturen ergänzen den aufgezeigten Werdegang vom Ton- über das Gipsmodell zur fertigen Ausführung, informiert Klaus Schuler, zweiter Vorsitzender der Klaus-Ringwald-Stiftung. Selbst als langjähriger Freund Ringwalds ist er überrascht über den Umfang von Ringwalds Werk. Oswald Blank, einer der Stiftungs-Kuratoren, weist auf Filmvorführungen hin, die am Beispiel der Christusstatue von Canterbury, dem Sitz der anglikanischen Kirche in England, die Vorgehensweise Ringwalds vor Augen führen. Der Schonacher Künstler hatte sich an einem internationalen Wettbewerb für diese Christusstatue beteiligt und den Zuschlag unter den insgesamt 70 teilnehmenden Künstlern erhalten.

Auch in näher gelegenen Städten wie Villingen ist Ringwalds Werk zu bestaunen. So am Brunnen auf dem Münsterplatz und den Türen am Vllinger Münster. Dort, im Münster, wurde zu Ehren des 80. Geburtstags von Ringwald am Mittwochabend ein Orgelkonzert gegeben.

Am Wochenende gibt es zum Auftakt der erweiterten Ausstellung in Schonach einen kostenlosen Pendelbus, der am Samstag und Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr zwischen Haus des Gastes und Museum hin und her fährt. Außerdem wird im Museumsatelier zu Kuchen und Getränken eingeladen.

Ringwald fühlte sich mit der Region sehr verbunden und kam immer wieder hier her zurück. Auf Reisen zwischendurch in Europa, aber auch darüber hinaus, holte er sich immer wieder Anregungen für seine Arbeit. "Er war ein unermüdlicher Schaffer", so Schuler. "Er hat ein Blick für Menschen gehabt, das war unwahrscheinlich." So sind die Porträts, die Ringwald angefertigt hat, nicht nur ein Abbild der Porträtierten, sondern zeigen eindrücklich auch deren Persönlichkeit.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich in vielfacher Hinsicht, um auch mit Ringwalds Persönlichkeit in Kontakt zu kommen. Gruppen können nach telefonischer Absprache unter 07722/37 89 oder 07722/58 68 auch vormittags die Ausstellung besuchen.

Weitere Informationen: www.Klaus-Ringwald-Stiftung.de

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