Mitten in der Nacht brennt ein Club, Stunden später ein Wohnhaus. Menschen fliehen aufs Dach, Sirenen heulen, Nina warnt: In Villingen flammt derselbe Brand erneut auf.
Die Feuerwehr in Villingen-Schwenningen kommt an diesem Montag nicht zur Ruhe. Gerade erst schien die Lage unter Kontrolle, da herrscht zum dritten Mal Feueralarm.
Es war um 3.30 Uhr und damit mitten in der Nacht, als die Feuerwehr zu einem Einsatzort in Schwenningen gerufen worden war. Ein Club war dort abgebrannt.
Und nur Stunden später: Erneut Feueralarm in der Doppelstadt. Dieses Mal war der Einsatzort ein Mehrfamilienhaus im Stadtbezirk Villingen gewesen, das ebenfalls lichterloh brannte.
Das Bild, das sich hier bietet, ist dramatisch – Bewohner, die sich aufs Dach oder einen Balkon gerettet hatten. Die Einsatzkräfte leisten ganze Arbeit. Bald schien die Lage unter Kontrolle, doch dann das: Eine dichte Rauchsäule über der Stadt. Martinshörner durchdringen erneut den nebligen Montagvormittag. Und dieses Mal vibrieren auch die Handys: Die Warn-App Nina macht auf eine Gefahr aufmerksam.
Gleicher Ort, neue Einsatzlage
„In Villingen ist ein Gebäudebrand. Türen und Fenster im Stadtgebiet geschlossen halten“, ist auf den Displays zu lesen, darüber wird vor „Geruchsbelästigung“ gewarnt und ist die Landkarte mit einem großen, orange eingefärbten Gefahrenbereich zu sehen, der von St. Georgen bis Blumberg und Furtwangen bis Öfingen reicht. Erleichternd: „Es besteht keine Gesundheitsgefahr“, wird noch informiert – und mitgeteilt, dass die Feuerwehr im Einsatz ist.
Das ist sie tatsächlich. Wieder in der Rietheimer Straße in Villingen. Derselbe Brandort wie zweieinhalb Stunden zuvor. Die Kräfte rücken umfangreich an. Und mit großem Gerät – selbst zwei Drehleitern sind im Einsatz.
Gegen 9.30 Uhr hatte der eigentlich gelöschte Brand wieder durchgezündet und nun den Dachstuhl in Brand gesetzt. Weithin über die Stadt ist eine große Rauchsäule zu sehen. Die Löscharbeiten laufen auf Hochtouren. Schon wieder an diesem Montag.