Alle 21 Jahreseinsätze der Abteilung führten zur Brandmeldeanlage der Stiftung. Auch am Mittwochnachmittag musste die Wehrabteilung Heiligenbronn und Sulgen sowie die Drehleiter dorthin zu einem Alarm ausrücken.
Die Feuerwehr-Abteilung Heiligenbronn bleibt die Hausfeuerwehr der Stiftung St. Franziskus. Alle 21 Jahreseinsätze führten dorthin zur Brandmeldeanlage (BMA).
Die Berichterstattung des Abteilungskommandanten Thomas Günter in der Hauptversammlung bezog sich auf den Zeitraum November 2022 bis November 2023.
Bei den Einsätzen, die größtenteils zwischen 7 Uhr und 17 Uhr stattfanden, war die Wehr durchschnittlich mit 13 Aktiven am Ort des Geschehens. Dies wertete der Kommandant als sehr gute Tagesverfügbarkeit. Auffallend war, dass überwiegend die BMA durch verbranntes Essen in verschiedenen Häusern auslöste – gestern erneut.
Wie schnell ein Feuerwehrangehöriger selbst Hilfe benötigt, zeigte ein Einsatztermin Ende Oktober, bei dem Patrick Kimmich auf der Fahrt zum Haus Lebensquell unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt und schwer verletzt wurde. Inzwischen ist der stellvertretende Abteilungsleiter wieder genesen.
Gemeinsame Übung
Eine gemeinsame Übung gab es im Mai mit der Abteilungswehr Waldmössingen im Roter Weg. Übungsannahme war eine Brandbekämpfung mit Menschenrettung. Kurzfristig „außer Dienst“ gestellt wurde die Wehr am 13. August, da sie aufgrund eines Wasserrohrbruchs vor dem Gerätehaus nicht mehr mit dem Fahrzeug hinausfahren konnte.
Erste Feuerwehrfrau
Aus gesundheitlichen Gründen schied Uwe Ginter nach 44-jähriger Feuerwehrzugehörigkeit aus dem aktiven Dienst aus. Da es mit Milena Gaymann einen Neuzugang gab – die erste Frau in der Geschichte der Feuerwehr Heiligenbronn – bleibt die Mannschaftsstärke von 21 Aktiven erhalten. Hinzu kommen zwei Jugendfeuerwehrmänner sowie vier Alterswehrkameraden.
Schriftführer Florian Nießen gab einen Überblick über die Aktivitäten außerhalb des Feuerwehrdiensts.
Einige Beförderungen
Abteilungsleiter Thomas Günter beförderte Jonas Gaymann, Oliver Kimmich, Michael Schneider, Thomas Stuhlberg und Patrick Wirth fünf Jahre nach deren Aufstieg zu Hauptfeuerwehrmännern. Gleichzeitig hat das Quintett auch die erforderliche Ausbildung zum Truppführer absolviert. „Ihr habt die euch übertragenen Aufgaben sehr gewissenhaft erledigt. Bleibt der Feuerwehr treu und macht weiter so“, hob der Abteilungskommandant dankend hervor.
Hilfe beim Adventsmarkt
Für jeweils 15-jährigen Feuerwehrdienst wurden die Aktiven Alexander Herre, Patrick Kimmich, Thomas Kimmich, Stefan Knöpfle und Florian Nießen mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze geehrt. Nach dreijähriger Pause findet am 5. Dezember wieder der Adventsmarkt der Stiftung statt. Eine Anfrage zur Regelung des Verkehrs mit zehn Personen habe er zugesagt. Zuvor träfen sich die Wehrkräfte am 2. Dezember zu einer Glühweinwanderung mit anschließender Weihnachtsfeier im Gemeindehaus, informierte Günter.
Tunnelbrände ein Thema
Nach Auskunft von Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle ist der Feuerwehrbedarfsplan, der Geräte, Fahrzeuge und Gebäude auf den Prüfstand stelle, noch in Arbeit. Ein Termin für die Verabschiedung stehe noch nicht fest. In naher Zukunft werde man sich mit der Tunnelbrandbekämpfung zusammen mit anderen Wehren des oberen und mittleren Kinzigtals auseinandersetzen müssen. Dabei werde das Ziel einer einheitlichen Ausbildung und Technik auf gleichem Stand angestrebt, blickte Wöhrle voraus.