Nagolds Feuerwehr bei ihrem Einsatz in der Olgastraße. Foto: Heiko Hofmann

Voll gefordert war die Feuerwehr Nagold im Januar. Die Wehrleute sprechen von einem „turbulenten Start in das neue Jahr“ – und das nicht nur wegen des Großbrands am Gasthaus Eisenbahn.

Der Brand in der Olgastraße am Gasthaus Eisenbahn am 18. Januar war im noch jungen Jahr 2026 der mit Abstand größte Einsatz der Nagolder Wehr. Auf ihrer Homepage listet die Feuerwehr 14 Fahrzeuge auf, die im Einsatz waren. Die Polizei schätzte den Schaden, den der Brand angerichtet hatte, auf mehr als eine Million Euro ein.

 

Doch der Brandeinsatz war nicht der einzige. Eine relativ große Freiwillige Feuerwehr wie die Nagolder ist oft gefordert. „In diesem Monat wurden wir zu 22 Einsätzen alarmiert“, informierte die Feuerwehr erst kürzlich auf ihrem Instagram-Kanal. Mit dem Januar habe man einen turbulenten Start in das neue Jahr erlebt.

Einige „außergewöhnliche Einsatzlagen“ gab es zu absolvieren. So startete das Jahr gleich am 1. Januar kurz vor 6 Uhr mit einer Technischen Hilfeleistung – es ging um die Öffnung einer Tür. Und der Monat endete für die Wehr mit dem Einsatz der Drehleiter am 31. Januar, nachdem ein Heimrauchmelder in Jettingen Alarm ausgelöst hatte.

Die Nagolder Wehr bei ihrem Einsatz nach einem Unfall am 8. Januar Foto: Markus Fritsch

Insgesamt kam es zu 22 Einsätzen im Januar. Einige davon erregten Aufsehen. Zum Beispiel der schwere Unfall am 8. Januar, als die Wehr gegen 8.40 Uhr auf der L 361 zwischen Nagold und Mötzingen zum Einsatz kam. Dort war ein Pkw frontal in einen Lkw geprallt. Die Feuerwehr Nagold war mit 18 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort.

Kaminbrand in Pfrondorf

Am 4. Januar ereignete sich am späten Abend ein Kaminbrand in Pfrondorf, und am 21. Januar gab es einen Brand in einem Nagolder Ladengeschäft in der Marktstraße. Fünf Fahrzeuge waren im Einsatz, um am 26. Januar kurz vor 8 Uhr einen Pkw-Brand in Nagold zu löschen.

Ein Blick auf die Einsatzstatistik des Januars verdeutlicht zudem die Breite der Aufgaben. Türöffnungen gibt es öfter, aber auch, wenn Personen in Aufzügen feststecken, wird die Feuerwehr alarmiert. Und in einem Fall war sogar ein Kind in einem Pkw eingeschlossen.

„Im Vergleich zu den Vorjahren ein etwas ruhigeres Jahr“

Laut der Statistik, die man auf der Homepage der Feuerwehr Nagold nachlesen kann, liegen 22 Einsätze in einem Monat zwar über dem Schnitt, doch auch im Januar des vergangenen Jahres absolvierte die Nagolder Wehr im ersten Monat des Jahres 22 Einsätze.

Insgesamt, so teilt die Feuerwehr auf Instagram mit, leistete man im vergangenen Jahr 21 Brandsicherheitswachen und wurde zu 163 Einsätzen gerufen. „Im Vergleich zu den Vorjahren ein etwas ruhigeres Jahr.“

Was so ein einsatzreicher Januar für jeden einzelnen Beteiligten bedeutet, wird aber auch betont: „Als freiwillige Feuerwehr verlassen unsere Kameradinnen und Kameraden bei jedem Alarm ihren Arbeitsplatz, ihre Freizeitaktivität oder das Bett, um der Bevölkerung schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.“ Und: „Auch unsere hauptamtlichen Kräfte waren mit der Reinigung und Wiederaufbereitung der Ausrüstung nach den Einsätzen gefordert.“