Derzeit werden in der Sonnenhalde unterhalb der Gemeinschaftsschule Rohre für Nahwärme und Glasfaser verlegt. Im Hintergrund der Bahnhof. Fotos: Ade Foto: Schwarzwälder Bote

Energie: Arbeiten für Nahwärmenetz in Schopfloch liegen im Plan / In Ferien wird bei der Schule gebuddelt

Die Arbeiten am Nahwärmenetz Schopfloch liegen im Zeitplan. In den Ferien wird bei der Schule gebuddelt. 20 Gebäude sind schon angeschlossen.

Zum aktuellen Stand in Sachen Nahwärme informierte Ratsmitglied Christoph Kugler, der auch einer der Vorstände der Genossenschaft Bürgerenergie Schopfloch ist, den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Bislang läuft alles gut.

Zum aktuellen Stand in Sachen Nahwärme informierte Ratsmitglied Christoph Kugler, der auch einer der Vorstände der Genossenschaft Bürgerenergie Schopfloch ist, den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Bislang läuft alles gut. Man versuche die Verkehrsbelästigung so gering wie möglich zu halten, führte Kugler aus. Nach den Sommerferien gehe es in der Hauptstraße Richtung Ortsmitte weiter. Der Bereich bei der Schule soll während der Ferien erledigt werden.

Insgesamt liefen die Tiefbauarbeiten für die Rohrverlegung gut, sagte Kugler, man liege im Zeitplan, sodass bis Jahresende ein Großteil verlegt sein werde. Die anfänglichen Bedenken bezüglich Materialknappheit, besonders bezüglich der Leerrohre, seien nicht verworfen. Derzeit sei aber alles da, und man könne weiterarbeiten. Mittlerweile sind auch die Bauarbeiten für das Heizhaus angelaufen. Dieses soll laut Planung Ende diesen, Anfang kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. Derzeit sind bereits mehr als 20 Gebäude angeschlossen – bis Jahresende sollen es etwa 60 Gebäude sein, die an das Netz angeschlossen sind und dann bei Inbetriebnahme mit Wärme versorgt werden können.

Gutachten steht aus

Auf Anfrage von Bürgermeister Klaas Klaassen sagte Christoph Kugler, dass rund 140 Gebäude im ersten Bauabschnitt angeschlossen werden sollen. Für den zweiten Bauabschnitt werde von weiteren 15 bis 25 Gebäuden ausgegangen, die hinzukommen.

Zu den Kosten sagte Kugler, dass sich die Genossenschaft in den großen Punkten frühzeitig vertraglich abgesichert habe. Er habe keine Bedenken, dass etwas aus dem Ruder laufe.

Noch abzuschließen sei eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Genossenschaft und der Gemeinde, so Kugler weiter. Da Nahwärmeleitungen der Genossenschaft in Gemeindestraßen und -plätzen, also im öffentlichen Bereich eingelegt würden, bedürfe es für diese Vereinbarung im Vorfeld noch eines Gutachtens, erläuterte Bürgermeister Klaas Klaassen. Die Kosten für das Gutachten seien vom Veranlasser, also von der Genossenschaft zu tragen. Das Gremium stimmte zu, dass dieses Gutachten in Auftrag gegeben werden kann.

Archäologische Begleitung

Während der Tiefbauarbeiten ist nach Gesprächen mit Landesdenkmalamt und Landratsamt in verschiedenen Bereichen eine archäologische Begleitung notwendig. Die Kosten dafür, die sich auf 20 000 Euro belaufen, sollen zu je 9000 Euro auf die Genossenschaft (Nahwärme) und die Gemeinde (Breitband) sowie 2000 Euro auf die Netze BW aufgeteilt werden. Dieser vorgeschlagenen Aufteilung stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu.