Der Dorfplatz in Schörzingen samt den Einmündungsbereichen der Straßen und den Bushaltestellen soll nach dem Willen des Ortschaftsrats überplant werden. Im Haushalt 2022 sollen dafür Mittel bereitgestellt werden. Foto: Fotos: Visel

Kommunales: Ortschaftsrat Schörzingen berät über Projekte für Haushaltsplan 2022 / Verwaltung muss Kosten ermitteln

Die Planung für die Umgestaltung des Dorfplatzes und eine Planungsrate für ein Verkehrskonzept auf dem Oberhohenberg sind zwei Punkte, die der Schörzinger Ortschaftsrat in den Haushaltsplan 2022 der Stadt Schömberg aufgenommen wissen will.

Schömberg-Schörzingen. Ortsvorsteher Tommy Geiger hatte in der Sitzung am Dienstag für diese "erste Haushaltsberatung" eine ganze Reihe von Maßnahmen aufgelistet. Die Räte sollten nun entscheiden, welche dieser Projekte angemeldet beziehungsweise gestrichen werden sollen. Geiger war es wichtig, darauf zu verweisen, "dass es sich dabei um keine ›Wünsche‹ handelt, sondern um wichtige Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau der örtlichen Infrastruktur".

Zunächst stellte er die Projekte vor, die in diesem Jahr in Schörzingen umgesetzt wurden, noch in Arbeit sind oder aber 2021 wohl nicht mehr verwirklicht werden können. Unter die letzte Kategorie fallen etwa der Bodenbelag in der Gymnastikhalle, die Planung für eine neue Heizung für Schule und Hohenberghalle, der Feinbelag in der Hohnerstraße und der Fußweg beim Kindergarten.

Allerdings seien auch viele Maßnahmen umgesetzt worden. Auch bei der Überplanung des Pfarrscheuerareals im Rahmen einer Flurneuordnung sei man auf einem guten Weg. "Bei einigen Sachen ist die Verwaltung noch bestrebt, diese in diesem Jahr abzuarbeiten." Neue Parkflächen beim Kindergarten, die Sanierung des Bürgerhauses (Tore der Feuerwehr, Eingangstür sowie Fassade) und neue Geräte für den Spielplatz Bühl seien im vergangenen Jahr vom Gremium gestrichen worden. Nun stelle sich die Frage, ob diese für 2022 neu angemeldet werden sollen.

Geiger betonte, dass der Ortschaftsrat am 19. Oktober abschließend über die Haushaltsanmeldungen beraten wolle. Dann würden auch die Anmeldungen von Kindergarten, Schule, Feuerwehr und Bauhof vorliegen. Die Stadtverwaltung solle bis dahin die Kosten für die Maßnahmen ermitteln, die der Ortschaftsrat nun in seiner ersten Beratungsrunde anmelde.

Diese sind im Einzelnen: Sanierung der Hochbergstraße beim Sportplatz, Planungsrat für ein Verkehrskonzept auf dem Oberhohenberg ab der Kreuzung nach Deilingen bis zum Parkplatz, Planungsrate für die Sanierung der Lochen- und Zollernstraße, Planungsrate für den gesamten Bereich des Dorfplatzes einschließlich Kreuzungsbereich bei den Löwenstuben und Bushaltestelle, Grunderwerb fürs neue Wohngebiet Lehenbrunnen II, neue Bestuhlung für die Halle, Planung für Räume der Verlässlichen Grundschule, Radweg Schörzingen-Wilflingen, zweiter Bauabschnitt bei der Sanierung des Friedhofs sowie Fertigstellung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Birkenweg. Hinsichtlich der Wohn- und Gewerbeplätze wies Geiger darauf hin, dass in Schörzingen die Stadt nur jeweils noch ein Grundstück vorrätig habe.

Hinsichtlich des Dorfplatzes verwies der Ortsvorsteher auf marode Pflasterbeläge, dass keine Fußgängerwege vorhanden seien und dass die Bushaltestelle ohnehin barrierefrei umgebaut werden müsse. Daher sei es sinnvoll, die gesamte Fläche überplanen zu lassen. Die Umgestaltung könnte dann eventuell in 2023 umgesetzt werden, zeigte er sich optimistisch.

Da Geiger zunächst den Ausbau der Oberhohenbergstraße von der Kreuzung nach Deilingen angeregt hatte, gab Karl-Heinz Koch zu Protokoll, dass der Ausbau und die Verbreiterung der Straße allein wenig Sinn machten, solange nicht ein Verkehrs- und Parkkonzept für den Oberhohenberg vorliege. "Der Parkplatz reicht oft aus, aber an manchen Wochenenden eben nicht", betonte er.

Heiko Gerstenberger fehlte bei der Projektliste der weitere Ausbau des Glasfasernetzes. "Das ist für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde ganz wichtig. Da müssen wir endlich mehr in die Puschen kommen."