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Schönwald "Wurzelkinder" spielen in der Natur

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Bürgermeister Christian Wörpel enthüllt den Gruppennamen, nachdem er gemeinsam mit den "Wurzelkindern" das Band durchgeschnitten hatte, das den riesigen Bauwagen bis dahin noch von den Kindern trennte.Fotos: Kommert Foto: Schwarzwälder Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Schönwald. "Ich freue mich wahnsinnig, dass wir die Waldgruppe ›Wurzelkinder‹ doch noch vor den Sommerferien eröffnen können – ja, diese Gruppe ist ein lange gehegter Wunsch auch von mir", sagte die Leiterin der Kindertagesstätte St. Antonius, Gabi Hirt, und strahlt.

Ideale Umgebung

Just nach der Nachfrage von Gemeinderatsmitglied Markus Fehrenbach in der vorletzten Sitzung sei die Betriebserlaubnis gekommen, erklärte Bürgermeister Christian Wörpel anlässlich der kleinen Eröffnungsfeier am 1. Juli. Auf 20 Plätze sei die nunmehr sechste Gruppe der örtlichen Einrichtung ausgelegt, 19 seien bereits vergeben. Die Umgebung sei ideal – direkt am Wald und dennoch in der Nähe des Ortes, direkt bei den Jugendsprungschanzen.

Jüngste legen Pfad an

Da freute sich auch der zufällig anwesende Ehrenbürger Hans Göppert mit Kindern und Erziehern, Verwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats, einigen Eltern und der forstlichen Waldpädagogin Marisa Schwenninger, die das Projekt aus forstlicher Sicht begleitet hatte und auch noch eine Weile begleiten wird. Sie will im Herbst mit den Kindern "ganz viele verschiedene Bäume" pflanzen und einen "Schlaufuchspfad" anlegen. Nun hatte sie jedem Kind ein winziges Bäumchen zum Einpflanzen mitgebracht – alle etwa so alt wie die Kinder selbst, zwischen drei und vier Jahren.

Das Konzept der Waldgruppe passe zum Konzept des Kindergartens "Natur und Kultur", so Wörpel. "Draußen und drinnen mit allen Sinnen" erhalte hier noch einmal besondere Bedeutung. Bei Wind und Wetter sei man draußen – und dennoch steht mit dem Bauwagen eine (beheizbare) Schutzhütte zur Verfügung.

Neue Intensität

Ansonsten sei die Gruppe "ohne Dach und Wände" draußen, wo das Spielzeug einfach so herumliege. Natürlich brauche es dazu auch Erzieher, die selbst gerne draußen sind. Diese wurden von Beginn an ins Konzept eingebunden, im September gebe es noch zwei junge Nachwuchs-Mitarbeiter. Vorerst steht Andrea Bausch mit einer abgeordneten Kollegin zur Verfügung, ab September kommen Carola Schreijäg und Matthias Haas dazu.

Der Waldkindergarten vermittle ganz andere Erlebnisse als eine "normale" Kita, wusste Hirt. Es sei eine ganz neue Intensität vorhanden, was auch das Gruppen-Erleben nochmals neu definiere. Sie dankte Oskar Baier, der den Kindern die urigen Sitzplätze gemacht habe. Die Gruppe werde mit den Kindern wachsen. Und ihr "Mitbewohner" die Handpuppe Waldemar, wird wohl auch künftig bei Erzählungen immer wieder eine besondere Rolle spielen. "Was man gut kennt, schätzt man umso mehr", meinte dazu der Bürgermeister. Für die Kinder werde es wohl eines Tages "ihr Wald" sein.

Im Anschluss luden die Erzieherinnen noch auf einen kleinen "Umtrunk" ein, natürlich alkoholfrei und mit selbst gemachtem Sirup verfeinert, versteht sich.

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