Es wuselt auf dem Platz. Grund ist der Kinder-Naturparkmarkt 2025. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Beim Naturparkmarkt in Schönwald zeigen Kinder, wie regionale Produkte, Nachhaltigkeit und Begeisterung zusammenpassen.

Eigentlich wurde Gabriele Hirt schon vor Monaten aus dem aktiven Dienst an den Kindern Schönwalds verabschiedet – doch sie kann es nicht gänzlich lassen. Und ihre Mitarbeiter im Kindergarten St. Antonius sind mit Freude dabei, wie sie jetzt wieder bei der zweiten Auflage des Naturparkmarkts bewiesen.

 

Nachdem das heutige „KiFaZ“ St. Antonius zu den ersten Naturparkkindergärten im Naturpark Südschwarzwald gehörte, schafften sie es, nun zum zweiten Mal einen reinen Kinder-Naturparkmarkt auf die Beine zu stellen. Und der Markt konnte sich über ausgezeichnetes, nicht zu heißes Wetter freuen.

Gaumenfreuden aller Art

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Christian Wörpel, der mit Ehefrau Cathrin und seinen Kindern den Markt ebenfalls besuchte, dabei deckte sich die Familie gleich einmal mit allerlei gesunden wie auch leckeren Dingen ein.

Natürlich gab es auch Waffeln oder Kuchen – diese konnten nebst Getränken direkt vor Ort genossen werden. Dazu konnten die Marktbesucher selbst hergestellte Waren kaufen. Bei der Herstellung waren vielfach auch Eltern oder Erzieherinnen beteiligt, dazu hatten viele Papas oder Opas geholfen, professionelle Vogel-Nistkästen zu basteln.

Nachhaltigkeit in der Praxis

Was aus der Natur der Umgebung ist nachhaltig verwendbar? Diese Frage beantworteten Kinder und Erziehende mit Kräutern, Beeren und Ähnlichem, das sie selbst gesammelt hatten, dazu wurden die Erzeugnisse aus den Kindergarten-Hochbeeten verarbeitet. So gab es Kräuteröle, getrocknete Kräuter und Brotaufstriche in süß oder herzhaft. Man fand auch Kräutersalz mit Bärwurz oder Spitzwegerich.

Die Kinder hatten aber auch gelernt, aus Resten neue Produkte herzustellen. So entstanden einfache Dinge, welche die Kinder mit Begeisterung selbst hergestellt hatten. So ganz nebenbei lernten sie durch den Markt, wie Handel funktioniert: Sie kauften regional bei Händlern ein und verkauften diese regionalen Produkte an ihrem jeweiligen Stand. So wurden auch Äpfel, hausgemachter Apfelsaft, Eier oder Nudeln verkauft. Und wer seine Tasche vergessen hatte, konnte auch eine von den Kindern gestaltete „Markttasche“ erwerben, um seine Einkäufe nach Hause zu bringen.