Das riesige Osterei des Künstlers Woody Woodnock sorgt über das Wochenende beim Fest zur offiziellen Einweihung für reichlich Trubel auf dem Schönwalder Kirchplatz. Foto: Kommert

Kommission hat sich noch nicht geäußert. Besucher kamen in Scharen, um das "weltweit größte Osterei" zu sehen.

Schönwald - Noch ist es gar nicht raus. Zwar hat Woody Woodnock (Michael Nock) die Aufnahme ins Buch der Rekorde fest im Visier, doch bis heute hat sich die Guinness-Kommission noch nicht geäußert, ob das Schönwälder Riesenei auch ein Weltrekord ist.

 

Das bestätigten sowohl Bürgermeister Christian Wörpel als auch Woodnock selbst am späten Nachmittag des Ostermontags. Zugleich war dies der einzige Tag, an dem das Wetter bei der Präsentation des Eies wenigstens einigermaßen die Hoffnungen erfüllte, die man in Schönwald allenthalben hatte.

Allerdings waren nahezu alle am großen Fest Beteiligten trotz des zum Teil katastrophalen Wetters zufrieden mit dem Umsatz, den sie auf dem Kirchplatz machten. Denn aus Nah und Fern kamen die Besucher in Scharen, um den neuesten Genie-Streich des ehemaligen Discobetreibers zu bestaunen. Das Ei erstrahlt im Übrigen dank der Beleuchtung von Blasius Ringwald auch in der Nacht.

Bürgermeister lässt sich Preis einfallen

Das "Ei-Scrabble", bei dem es galt, aus 29 Buchstaben einen kleinen Satz zu formen, lief nach Aussagen Wörpels ebenfalls gut. "Bis zum Wochenende lassen wir noch Lösungen zu", rief er weiterhin zur Teilnahme auf. Die Lösung sei schon schwierig, das habe er bei seiner Freundin erlebt, die Stunden mit der Suche zugebracht habe. "Wir werden sehen, wie die drei Preise aussehen", überlegte er. Es mache keinen Sinn, jemandem aus Norddeutschland eine Familien-Freizeit-Karte zukommen zu lassen oder Eintrittskarten für die Bäder. Andererseits habe ein Einheimischer auch andere Vorstellungen als beispielsweise einen dreitägigen Aufenthalt in Schönwald. "Da wird uns in jedem Fall etwas einfallen", ist er sich sicher.

Aktion bringt Schönwald ins Gespräch

Bereits am Vormittag hatte die Tourist-Information eingeladen, neben dem Ei etwas Besonderes zu erleben. Die Stubenmusik Kaltenbronn gastierte in der Uhrmacher-Ketterer-Halle und unterhielt die Besucher aufs Beste mit Melodien wie dem "Auerhahn Walzer". Als dann die Buden auf dem Kirchplatzum 14 Uhr öffneten, wurden sie von einer Menschenmenge schon dringlich erwartet – mittendrin natürlich Michael Nock mit seiner Frau. Er trug bereits die langen Hasenohren, sie präsentierte sich an diesem Tag ganz in Pink als Häschen. Wieder war der Zuspruch groß, und wer die Kennzeichen der am Straßenrand geparkten Autos genauer betrachtete, konnte feststellen, dass das Ei wohl auch in den Nachbarstaaten in aller Munde liegen musste. Fahrzeuge aus den Niederlanden, Luxemburg, Belgien oder Frankreich waren genauso vertreten wie solche aus dem Norden der Republik. Schönwald wurde quasi über Nacht durch Woody Woodnock wieder ins Gespräch gebracht.