Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schönwald Mehrere Generationen an einem Tisch

Von
Cego verbindet Generationen: Tochter Heike Pfaff und Mutter Elsa Kaltenbach behaupten sich gut im Kreis der Männer. Foto: Schwarzwälder Bote

Tanz und viele andere Dinge sind am Karfreitag tabu. Doch an manchen Orten treffen sich Menschen, um ein ganz besonderes Spiel zu betreiben. Cego – ein urbadisches Kartenspiel, das vor noch nicht allzu langer Zeit noch ein echtes Dasein im Schatten führte, ist wieder im Kommen.

Schönwald. In Schönwald aber praktisch nie eine Unbekannte: Hier findet seit Jahrzehnten immer am Karfreitag ein Preis-Cego statt, das der FC-Förderverein durchführt, seit wann genau, weiß eigentlich keiner mehr. Franz Fehrenbach, selbst leidenschaftlicher Cego-Spieler, leitete das Turnier lange Jahre als Schiedsrichter. "Aber ich habe das auch nur übernommen", erklärte er einst auf Nachfrage. Heute ist es Alexander Jörger, der als oberster Schiedsrichter Zugange ist.

Jahre lang keine einheitlichen Spielregeln

Vor Beginn des Turniers um 16 Uhr war das Vereinsheim des FC Schönwald noch relativ leer, gerade mal das Bewirtungsteam war da. Dann, so langsam, füllte sich der Gastraum. Kurz vor Turnierbeginn waren es 28 Personen, die sich in Vierergruppen um die Tische platzierten. Und das, obwohl draußen bestes Wetter herrschte. Mehr geht eigentlich gar nicht, denn Platz bietet der Raum für gerade mal 30 Leute. Immerhin, passender könnte die Zahl nicht sein, denn am besten spielt sich Cego nämlich in der Viererrunde.

Einige Jahre gab es kaum einheitliche Spielregeln, überall wurde ein klein wenig anders gespielt und zum Teil gab es sogar verschiedene Kartenbilder. Das hat sich inzwischen gewandelt. Es gibt einheitliche Regeln, einheitliche Karten und sogar eine Schwarzwaldmeisterschaft.

Die Regeln waren im Vereinsheim für jeden einsehbar. Auch fürs Zählen selbst gibt es jetzt einheitliche Regeln, ein "Bürgermeister" mit Gleichstand ist danach nicht mehr möglich. Nach der Auslosung gingen die Spieler an ihren zugelosten Tisch. 22 Männer, dazu fünf Frauen und ein Junge versuchten sich mit den bunten Karten mit den vielen Trümpfen.

Jüngster Teilnehmer ist zwölf Jahre alt

Robin Hummel ist zwölf Jahre alt und war zugleich jüngster Teilnehmer. Gekommen war er mit seinem Vater Günther, seinem Onkel Frank – und dem ältesten Teilnehmer, seinem Opa Alfred. Der 83-Jährige ist auch zugleich der älteste Teilnehmer. "Cego verbindet Generationen", zeigte denn auch Alex Jörger auf.

Dann ging es los – und da wurde auch schon mal ein "Räuber" gespielt, bei dem sich herausstellte, wer "gemauert" hat, oder ein Solo, wenn einer vermeintlich besonders gute Karten hatte. 24 Spiele wurden in einer Runde absolviert, danach war Pause. Alex Jörger zählte die Punkte zusammen. Dann begann die zweite Runde mit neuen Tischnachbarn und nach etlichen Stunden gab es einen Sieger.

Neben dem Siegespokal für Vereinsmitglieder, der so lange wandert, bis ihn einer dreimal gewonnen hatte, hat der Verein wieder einmal tolle Sachpreise ausgelobt. Den Wanderpokal für FC-Mitglieder holte sich Thomas Schreiber, der Gesamt-Siebter mit 170 Punkten wurde. Turniersieger wurde Alfred Laule mit 680 Punkten – mit dem höheren Einzelspiel siegte er vor Josef Burger und Ursula Vogt, die 480 Punkte schaffte.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
 

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.