Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe. Foto: Langenbacher

Spendenaktion des Schwarzwälder Boten für Rehaklinik Katharinenhöhe. Nicht nur kleine Patienten begeistert. Mit Video

Schönwald - Die schier unglaubliche Summe von 391.226,88 Euro haben Tausende Leser des Schwarzwälder Boten zwischen November vergangenen Jahres und Januar für die Katharinenhöhe in Schönwald gespendet.

Manches Kind hatte Schwierigkeiten, die große Zahl flüssig zu lesen und die Großen blickten gebannt auf die Riesensumme: knapp 400 000 Euro sind bei der Spenden-Aktion 2018 für die Rehabilitationsklinik für krebs- und herzkranke Kinder mit ihren Familien und für junge Menschen zusammengekommen.

Landrat Sven Hinterseh sprach bei der offiziellen Übergabe von einer "segensreichen Aktion" und einer "echten Teamleistung". Für "Gemeinsam für die Katharinenhöhe" haben sich der Schwarzwälder Bote, der Europa-Park Rust und der Verein Santa Isabell zusammengetan, um für ein neues Ultraschall-Gerät zu sammeln. 65.000 Euro waren dafür nötig – eine Summe, die bereits wenige Tage nach Spendenstart Ende November auf dem Konto der Sparkasse eingegangen war.

Täglich kletterte das Spendenbarometer, so dass jetzt nicht nur das Gerät bezahlt, sondern dank der Leser des Schwarzwälder Boten auch noch ein Kleintransporter bestellt werden kann. Und der Rest soll eventuell als Anschubfinanzierung für einen benötigten Anbau genutzt werden.

Die Spenden-Aktion in dieser Form sei auch für den Schwarzwälder Boten Neuland gewesen, erläuterte Chefredakteur Hans-Peter Schreijäg. "Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass unsere Leser sehr aufgeschlossen reagiert haben."

Das Ergebnis verdeutliche das Vertrauen in die Tageszeitung und die Wertschätzung für die Arbeit, die auf der Katharinenhöhe geleistet werde, so Schreijäg.

Apropos Wertschätzung: Diese kam bei der Spendenübergabe auch beim Blick auf die Gästeliste zum Ausdruck: Die Geschäftsführung des Schwarzwälder Boten war durch Carsten Huber und Kirsten Wolf vertreten, zusätzlich waren die Verantwortlichen aus Redaktion, Karin Zeger, und Marketing, Timo Fasching, vor Ort.

Vonseiten des zweiten starken Partners dieser Aktion, dem Europa-Park, war fast die komplette Eigentümerfamilie von Marianne und Roland Mack anwesend – samt dem erst sechs Wochen alten Enkelkind. Marianne Mack gestand bei der Feierstunde: "Ich habe mein Herz an die Katharinenhöhe verloren". Die Höhe der Spenden habe sie "glatt vom Hocker gerissen".

Jeder, der mehr als zehn Euro gespendet hatte, nahm an der Verlosung der vom Europa-Park gestifteten Preise teil. Die Spendensummen lagen zwischen 1,32 Euro – dem Inhalt eines Kinder-Spar-Schweins – und 20.000 Euro.

Die Gewinner kamen aus fast ganz Baden-Württemberg – von Rust, über Freudenstadt bis Villingen-Schwenningen und Calw. Nicht nur aus dem ganzen Ländle, sondern aus ganz Deutschland stammen die Familien, die auf der "Katha" neue Kraft schöpfen.

Beeindruckend schilderte Ines May, Mutter eines kranken Jungen, von ihrer Zeit in Schönwald. "Die Reha ist ein Lichtblick, unsere ganze Familie konnte Energie tanken. Ich werde die Katharinenhöhe mit einem Strahlen im Gesicht verlassen." Trotz der schlimmen Einzelschicksale, sei im Haus eine "lebensbejahende Freude" zu spüren. "Der Sorgen-Berg ist nicht mehr ganz so hoch, ich habe hier das Vertrauen in meine Familie wieder gefunden", so Ines May.

"Das gute Miteinander ist einmalig", sagte Clara R., die vor eineinhalb Jahren an einem Hirntumor erkrankte. Die 20-Jährige berichtete von den enormen Fortschritten, die sie während ihrer Reha-Zeit gemacht hat. "Ich werde immer sehr gerne an die ›Katha‹ zurückdenken." So wie übrigens auch die Partner und Organisatoren dieser besonderen Spenden-Aktion.

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