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Schönwald Glocke fliegt durch die Lüfte

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Langsam manövriert Ewald Kammerer den Glockenturm zu seinem Zielstandort. Foto: Schwarzwälder Bote

Der Othmarshof im Schönwälder Weißenbachtal hat einen neuen Glockenturm. Nachdem Othmarsbauer Engelbert Dold am Glockenturm auf dem mächtigen Walmdach 2005 schon kleinere Reparaturen durchführte, war nun eine Grundsanierung notwendig geworden.

Schönwald. Dafür wurde Anfang Februar der gesamte Glockenturm vom Dach genommen. Die Holzkonstruktion erneuerte die Familie Dold selbst, für die Eindeckung und den Wiederaufbau fanden sie in der Firma Kammerer aus Furtwangen den geeigneten Partner. Das zierliche Dach ist nun mit Alublech eingedeckt, dessen Oberflächenbehandlung es sehr widerstandsfähig macht, wie Klaus Kammerer bestätigte.

Mit einem Autokran wurde, nach zweimonatiger Abstinenz, der Glockenturm wieder auf den Dachfirst gehievt. Während Ewald Kammerer den Kran lenkte, nahmen Klaus Kammerer und Engelbert Dold auf dem Dach den Glockenturm in Empfang. Gut gesichert balancierten sie das neue Schmuckstück an Ort und Stelle. Nachdem am Turm kurz nachgearbeitet worden war, sitzt er nun wieder an seinem Platz.

Läuten ein "alter Brauch"

"Das Betzeitläuten ist ein alter Brauch", bestätigte Engelbert Dold. Nachdem der Othmarshof 1948 nach einem Vollbrand wieder errichtet wurde, kam auch der Glockenturm wieder auf das Dach. Engelbert Dold erinnert sich noch an die Segnung der heutigen Glocke, die dem Heiligen Antonius gewidmet ist und später eingesetzt wurde.

Während im Zuge von Hofsanierungen in den 60er- und 70er-Jahren viele Glockentürme von den Schwarzwaldhofdächern verschwanden, pflegt die Familie Dold dieses Ritual bis heute. Nach der Tradition ruft die Glocke um 6 Uhr zum Gebet, erinnert um 11 Uhr an die Mittagszeit und läutet bei Einbruch der Nacht ein zweites Mal zum Beten.

Im Weißenbachtal verzichten Simone und Engelbert Dold auf Wunsch der Nachbarn seit einigen Jahren auf das Frühläuten. Und auch das Geläut von Hand zum Tönen zu bringen, hat seit der Silberhochzeit des Ehepaares ein Ende.

Die Eltern von Simone Dold schenkten den beiden zum Festtag eine elektrische Läuteanlage. Es war zwar ziemlich knifflig, die Technik im Glockenturm unterzubringen, erinnerte sich Simone Dold, aber schließlich passte dann doch alles unter den Hut.

Die Anlage entbindet sie nun von der täglichen Läutepflicht, die sich oft mit anderen Tätigkeiten in Haus, Stall und Hof überschneidet und auch der Läute-Rhythmus gefällt ihr besser als ihre eigenen manuellen Glockentöne.

Weitere Holz- und Blechnerarbeiten sollen die Sanierung in Kürze dann komplettieren.

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