Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schönwald Gemeinde geht auf Tourismus-Branche zu

Von
Foto: © DragonImages, jenshagen – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Der Fremdenverkehrsbeitrag stand im Fokus der jüngsten Sitzung des Schönwälder Gemeinderats – genauer gesagt, die Vorauszahlungen für das laufende Jahr, die sich anhand der Vorjahreszahlen ergeben. Und 2019 war ein recht ordentliches Jahr für den Schwarzwald-Tourismus.

Schönwald. Wer bezahlt die Fremdenverkehrsbeiträge? Das sei im Prinzip jeder, der in irgendeiner Form vom Tourismus profitiert, klärte Kämmerer Harald Hafner auf. Mithin auch Handwerker, die entsprechende Aufträge erledigten. Nun ist das Jahr 2020 beileibe kein Jahr wie jedes andere, speziell für die entsprechende Klientel. In den vergangenen Monaten musste vor allem die Gastro- und Beherbergungsbranche erhebliche Einbußen hinnehmen. "Städte und Gemeinden in der Umgebung gehen damit unterschiedlich um, die Stadt Triberg beispielsweise will nur ein Viertel des eigentlichen Beitrags berechnen", wusste der Kämmerer.

Umsätze sind teils sehr niedrig

Dieser Ansatz sei ihm zu allgemein, befand der Kämmerer. Allerdings kämen derzeit immer wieder Anfragen, weil die Umsätze teils sehr niedrig seien. Die krasseste Möglichkeit, so Hafner, sei eine Satzungsänderung und der komplette Verzicht für das laufende Jahr – "das wären rund 33 500 Euro in diesem Jahr", rechnete er vor. Das betreffe dann aber auch Handwerker – und die hätten eigentlich auch in diesem Jahr ein recht ordentliches Ergebnis. Sein Vorschlag sei, dass auf Antrag der Fremdenverkehrsbeitrag zunächst wegfalle. "Stundungen jenseits der 250 Euro sind nicht sinnvoll, weil die immer über den Gemeinderat abgestimmt werden müssten", erklärte er.

Man könne die Zahlungen aber nach hinten schieben, es gebe etliche Betriebe, die kaum Umsätze hätten. Dabei plädiere er für einen ganz einfachen Antrag, den man durchaus auch per E-Mail stellen könne. Und über den dann auch unbürokratisch entschieden werde. Er denke dabei an eine Werbung dafür über die Presse.

Adalbert Oehler (CDU) fand das sinnvoll, eine generelle Kürzung sei eher nicht gerecht. Bürgermeister Christian Wörpel gab ihm dazu Recht. Wer in Not sei, könne das Angebot in Anspruch nehmen, dabei könne man es individuell anpassen.

Gremium stimmt für Anschreiben

Für Viele sei die Lage tatsächlich schwierig, befand auch Johannes Göppert (FLS). Vielleicht könne man ja entsprechende Anschreiben verfassen. "Wem es wirklich schlecht geht, den sollte man nicht noch zusätzlich belasten – und im nächsten Jahr kommt ja die umsatzabhängige Abrechnung sowieso", stellte er in den Raum. Auch Hans-Peter Schwer (SPD) konnte sich eher mit einem Anschreiben anfreunden. "Das kann ja keine Unmenge sein", so seine Annahme. Rund 30 bis 40 Euro an Porto rechne er dafür, so Hafner.

In einem Schreiben gab Clemens Herrmann (CDU) zu bedenken, könne man besser erläutern, wie das funktionieren soll. Und auch Dirk Fehrenbach (FLS) plädierte eher für eine schriftliche Benachrichtigung. Nach einstimmigem Beschluss wird nun Harald Hafner in den nächsten Tagen jeden betroffenen Bürger oder Betrieb anschreiben und auf die Möglichkeit hinweisen, seine Vorauszahlung zu verschieben.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07724 94818-15

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.