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Schönwald Frauengemeinschaft feiert Jubiläum

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Beim Festakt der Katholischen Frauengemeinschaft Schönwald sind viele Wegbegleiter aus dem Dorf und der Raumschaft anwesend. Foto: Schwarzwälder Bote

Die älteste katholische Frauengemeinschaft im Schwarzwald-Baar-Kreis feierte am Nikolaustag ihr 125-jähriges Bestehen – und viele Schönwälder sowie Freunde aus dem Umland feierten mit der Jubiläums-Gemeinschaft.

Schönwald. Das Jubiläum wurde bei einem Festakt in der Uhrmacher-Ketterer-Halle mit einem kleinen Festmahl mit befreundeten Schönwälder Vereinen und Frauengemeinschaften der Raumschaft gewürdigt.

Derzeit hat die katholische Frauengemeinschaft Schönwald 94 Mitglieder. Gegründet am 6. Dezember 1894 als "Verein der christlichen Mütter" unter Mitwirkung des damaligen Gemeindepfarrers Otto Schäffner, war der Vereinszweck zunächst, in einer "gottlosen Zeit dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder im katholischen Glauben erzogen werden", schilderte Jutta Schlimpert, Sprecherin der kfd Schönwald, die Umstände der Gründung. Zu jener Zeit herrschten harte Lebensbedingungen. Viele Kinder und die Sorge um das tägliche Brot prägten das Leben der Frauen. Wichtig sei das gemeinsame Gebet für die Familien gewesen.

Gekommen seien die damaligen Müttervereine über Frankreich. 1924 schlossen sich die Frauenvereine zusammen zu einem deutschlandweiten Verband mit Hauptsitz in Düsseldorf – der 1939 zwangsweise aufgelöst wurde. Doch schon bald nach dem Krieg ging es weiter. Die kfd sei für alle Frauen jedweder Konfession offen, und sie habe viele gute Dinge auf den Weg gebracht, so Schlimpert.

Bestätigt wurden diese Worte zum einen durch die Aussagen der Dekanatsvorsitzenden Regina Bürer, zum anderen aber auch durch einen kleinen, sehr gelungenen Sketch, bei dem ausgerechnet die uralte, aber sehr rege "Tick-Oma" der Urenkelin per Link aufs Handy diese Verdienste zuschickt, während deren Mutter und Oma nur verdutzt zusehen.

Starker Aufschwung

Einen starken Aufschwung und die Öffnung der Frauengemeinschaft fürs Dorfleben brachte die langjährige Vorsitzende Annemarie Schwer zustande. Unter ihrer Ägide begannen die Frauen, eine eigene Frauenfasnet auf die Beine zu stellen, die lange Jahre in der Raumschaft einzigartig war. Leider wurde diese 2015 eingestellt, weil die Vorarbeiten zu intensiv wurden. Doch noch heute sind die Frauen gefragtes Ausrufezeichen beim Zunftabend der Schönwälder Hirtebuebe.

Auch Bürgermeister Christian Wörpel würdigte die Frauengemeinschaft als wichtige Säule der Dorfgemeinschaft. Regina Bürer erkannte an, dass die Schönwälder Frauengemeinschaft der damaligen Zeit in der Umgebung einzigartig gewesen sei – und ihrer Zeit weit voraus.

Altbürgermeister Hans-Georg Schmidt als Sprecher der anwesenden Vereine lobte die stets gute Zusammenarbeit mit den Frauen – und kam auch auf die Frauenfasnet zu sprechen, deren Ende er sehr bedauerte. Moderiert wurde der Festakt von Anja Maier.

Im vorausgegangenen Festgottesdienst spielten neben den kfd-Frauen auch die Mitglieder der ökumenischen Gesangsgruppe "Neuer Wind" eine tragende Rolle, unter anderem sorgte das inbrünstig vorgetragene Schlusslied "We are the World", einst geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, für echte Gänsehaut.

Pfarrer Andreas Treuer hielt eine schon beinahe "ketzerische" Predigt unter dem Motto "Den Mutigen gehört die Zukunft", in der er betonte, dass die Zukunft der Kirche bei den Frauen liege. Die gegenwärtige Krise der Kirche sehe er als Chance, den Platz der Frauen in der Kirche zu stärken. Die Zukunft aktiv mitgestalten – nicht als Lückenbüßer, vielmehr sollten sie die Befähigung erhalten, nahezu alle kirchlichen Ämter zu bekleiden. Was aber ein Umdenken an der Basis benötige. Es gebe eine Vielzahl an Gottesdienstformen, es brauche aber Menschen, die die Gemeinde versammeln.

Kirche im Wandel

"Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben vorfinden?", fragte er provokant. Die Kirche sei im Wandel, was aber zugleich bedeute, dass sie nicht tot sei.

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