Der Heimatverein Schönwald feiert 40 Jahre mit einem großen Kreistrachtentag – ein Fest der Tradition, Vielfalt und Prominenz inmitten eines Jubiläumsjahres.
In diesem Jahr treffen viele runde Geburtstage wie auch Jubiläen zusammen – da ist die 750-Jahr-Feier von Schönwald und zugleich 50 Jahre als Heilklimatischer Kurort.
Und: Der Heimatverein Schönwald begeht seinen 40. Geburtstag. Letzterer wurde nun groß gefeiert mit einem Kreistrachtentag.
Die aktuelle Vorsitzende Christine Zimmermann konnte viel Prominenz begrüßen – zum einen Martin Heinzmann, den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Mittlerer Schwarzwald als Vertreter eines Gründungsmitglieds, die Landtagsabgeordnete Martina Braun und ihren Vorgänger Karl Rombach sowie Bürgermeister Christian Wörpel. Mit Siegfried Eckert war zwar ein weiterer Bürgermeister anwesend – allerdings eher in seiner Eigenschaft als Präsident des Bundes Heimat und Volksleben, dazu die Kreisobmänner Hartmut Müller und Uwe Kleiner.
Nur drei Chefs gab es
Nur drei Vorsitzende erlebte der Verein in diesen Jahren – zunächst stand Alois Kaiser als Initiator dem Verein einige Jahre vor, danach übernahm für lange Zeit Alexander Zimmermann den Vorsitz, den er erst vor wenigen Jahren an seine Frau Christine weiter gab. Diese gab zunächst einen kurzweiligen Überblick über ein beeindruckendes Kapitel voller ehrenamtlicher Tätigkeit und gelebter Heimatverbundenheit, die ersichtlich wird durch 13 Gründungsmitglieder, die dem Verein seither die Treue halten.
Es begann damit, dass man zunächst, nach intensiven Recherchen, die Tracht – vor allem die der Frauen – wieder ins Leben zurückholte. Dabei wurden sowohl die Frauentrachten als auch die Schäppel stets selbst gefertigt – je prächtiger die Sonntagstracht, desto wohlhabender der Ehemann.
Das Gemeindeleben mit geprägt
Schon früh übernahm der Verein Verantwortung für die „Untere Guten-Kapelle“, heute bekannter als Hubertuskapelle. Nach der Grundrenovierung unter Regie des Vereins übernahmen die Mitglieder die Patenschaft für das geistliche Kleinod. Pflege und Erhalt der Kapelle stehen daher auf der Agenda. Das Leben in der Gemeinde habe man mitgeprägt durch Heimatfeste und Brauchtumsveranstaltungen – unter anderem die Aufstellung des Maibaums. „Der Verein ist nicht nur Bewahrer der Vergangenheit, sondern auch Gestalter der Gegenwart und Zukunft“, prognostizierte sie.
Bürgermeister Christian Wörpel betonte, es sei nicht nur eine Ehre, sondern auch eine Verantwortung, einen solchen Kreistrachtentag auszurichten. Der Verein stehe seit seiner Gründung zu dieser Verantwortung.
Gemeinsamkeit mit Gutach
Siegfried Eckert, Bürgermeister der Stadt Gutach, erinnerte daran, dass auch seine Gemeinde in diesem Jahr 750 Jahre alt ist. „Ich danke dem Heimatverein Schönwald im Namen der Trachtenfamilie“, so Eckert. Auch die Landtagsabgeordnete Martina Braun sowie die Kreisobmänner gaben ein Grußwort ab, wobei Müller daran erinnerte, dass „Heimat“ auch ein Stück Identität und Zugehörigkeit vermittle.
Bereits früh am Morgen gab es einen Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Markus Ockert, bei dem eine Abordnung der Alphornbläser Schönwald sowie die Klaviervirtuosin Mihye So den musikalischen Part übernahmen. Ab Mittag gaben die Schönwälder Dorfmusikanten ihre musikalische Visitenkarte ab. Brauchtums- und Tanz-Vorführungen ergänzten den Kreistrachtentag.