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Schönwald Die Weiterbildung der Landfrauen lag ihr stets am Herzen

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Große Trauer um Lauritta Dieterle. Foto: Bolkart Foto: Schwarzwälder Bote

Schönwald. Die in der Raumschaft Triberg und im Bezirksverband Villingen äußerst engagierte Landfrau Lauritta Dieterle starb am 4. September völlig überraschend, vermutlich an Herzversagen. Kurz zuvor war sie noch im Stall des Gabrielenhofs in Schönwald tätig, wo die Altbäuerin ihre Familie bei der Arbeit bis zuletzt tatkräftig unterstützte.

Auch ihren 70. Geburtstag im kommenden Jahr am 18. Juni hatte die rührige 69-Jährige schon angefangen zu planen, denn ihren runden Geburtstag wollte sie groß feiern. Doch nun wurde sie mitten aus dem Leben gerissen.

Mit ihrer Familie, den vier Kindern und sieben Enkelkindern, von denen im Jahr 2007 innerhalb von vier Wochen alleine drei auf die Welt kamen, und die ihr Ein und Alles waren, trauern auch die Landfrauen der Region. Kein Wunder: Lauritta Dieterle war eine äußerst engagierte Landfrau. Von 1982 bis heute hat sie sich für die Landfrauen und Bäuerinnen in verschiedenen Ämtern im Ortsverein und Landfrauenbezirk besonders engagiert.

Sie war seit der Gründung des Ortsvereins Raumschaft Triberg am 30. März 1982 für sechs Jahre Schriftführerin und anschließend bis 2009 stattliche 21 Jahre lang Ortsvorsitzende. Sie hat zudem 15 Jahre die Geschicke des Landfrauenbezirks Villingen mitgelenkt: zunächst als Mitglied des Vorstandsteams von 2004 bis 2011, anschließend als stellvertretende Bezirksvorsitzende bis 2014, schließlich als Bezirksvorsitzende bis 2017 und danach bis zuletzt als Beisitzerin. Sie hat viel Zeit und Willenskraft investiert, um die Anliegen der Landfrauen voranzubringen.

Als Delegierte der Verbandsversammlung des Landfrauenverbands Südbaden hat sie die gesellschaftlichen und politischen Anliegen des Verbands engagiert mitdiskutiert und auf den Weg gebracht. Die Weiterbildung der Frauen lag ihr immer sehr am Herzen – so hat sie über viele Jahre hinweg regelmäßig Weiterbildungsseminare für die ehrenamtlichen Führungskräfte der Vereine im Landfrauenbezirk Villingen organisiert. Von 2015 an bis zuletzt agierte sie auch als Beraterin in der ländlichen Sozialberatung. Die Landfrauen, die ihr wie sie selbst sagen, viel verdanken, haben Lauritta Dieterle immer als sehr hilfsbereit und engagiert erlebt.

Mit genauso viel Herzblut engagierte sich die Verstorbene auf dem Schönwälder Gabrielenhof, der schon vor Jahren zu ihrem zweiten Zuhause wurde. Aufgewachsen ist Lauritta Dieterle als Tochter von Otto und Margarete Stöter in Münstedt. Dort ging sie von 1956 bis 1965 auch zur Schule. Nach ihrem Abschluss besuchte sie ein Jahr lang eine Haushaltungsschule, bevor sie im Schützenhaus in Peine eine Ausbildung zur Köchin begann. Nach ihrer Lehre war der Ratskeller in Peine ihre erste berufliche Station.

Um weitere Kenntnisse zu sammeln, beschloss Lauritta Stöter 1970 in den Schwarzwald zu gehen, wo sie im Schönwälder Kurhaus Viktoria eine Anstellung fand.

1971 lernte sie den Einheimischen Ludwig Dieterle kennen und lieben. Die Hochzeit wurde am 8. Februar 1974 gefeiert. Noch im selben Jahr kam das erste Kind zur Welt, 1979 das zweite, 1982 das dritte und 1990 das vierte. Den Gabrielenhof führte sie mit ihrem Mann seit 1986. Der Ferienhausbau startete 1990. Bereits an Ostern 1991 konnten die ersten Feriengäste ihren Urlaub auf dem Bauernhof verbringen. Deren Betreuung und Wohl war Lauritta Dieterle stets ein Anliegen. Sie versorgte die Hausgäste neben der vielen Arbeit, die auf einem Hof anfällt, mit Kaffee und Kuchen oder Vesper und plauderte gerne mit ihnen.

Auch die Pflege ihres Gartens und des Brauchtums war ihr immer sehr wichtig. Nicht zuletzt deshalb trat sie, wie ihr Mann, als aktives Mitglied 1994 in den Heimatverein Schönwald ein.

Die Trauerfeier für Lauritta Dieterle mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 20. September, um 14 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Schönwald statt.

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