Ein echter Hingucker ist der "Jägerstand" am Farnberg, an dem Bürgermeister Wörpel nur zusehen kann, wie Marketingleiterin Sarah Hermann sich das Fernglas schnappt und Leader-Mitarbeiterin Kerstin Bolz den Jägerhut ausprobiert – ein wenig groß sei er geraten, gab sie zu. Foto: Fotos: Kommert

Freizeit: Sitzmöglichkeiten samt Aussicht locken Wanderer

Lieblingsplätze mit Sitzmöglichkeiten und teils tollen Aussichten hat die Gemeinde Schönwald entlang der Premium- und Qualitätswege geschaffen.

Schönwald. Sarah Herrmann ist seit Juni 2020 in Schönwald für das Gemeinde- und Standortmarketing zuständig, wofür sie sich auch mit viel Elan und großem Engagement einsetzt. Und nun offenbarte sie ihre (zunächst) sieben Lieblingsplätze – für deren Ausgestaltung sie nicht unerhebliche Fördermittel von der Leader-Aktionsgruppe Südschwarzwald beantragt hat und die sie auch bekommt. Nun können die Lieblingsplätze von jedem Wanderer erobert werden, der die Qualitäts- und Premiumwanderwege des heilklimatischen Kurorts auf Schusters Rappen bewältigen will.

Entlang der bereits bestehenden Wanderwege sind diese Kleinodien zu finden – verstreut auf vielen Kilometern. Der eine Lieblingsplatz nahe der Adlerschanze ist beispielsweise nur eine Sitzbank mit herrlicher Aussicht, der andere am ­Mühleberg eröffnet den Blick auf das ganze Dorf aus liegender Position auf individuell gestalteten Himmelsliegen.

Jägerstand samt Fernglas nebst Hut

Fünf der Lieblingsplätze liegen unter freiem Himmel, zwei bieten zudem einen gewissen Wetterschutz – so befindet sich eine kleine Schutzhütte mit Sitzgelegenheiten auf der Weissenbacher Höhe "Ob dem Rössle", nur wenige hundert Meter entfernt vom Vesperplatz Weissenbacher Talblick, ebenfalls ein Lieblingsplatz. Am Farnberg, nur wenige ­Minuten entfernt von den Schäferwägen des Schönwälder Bauhofleiters Christof Hock und vom Hofcafé ­"Näbbe Dus", steht der so genannte Jägerstand, mit (diebstahlgesichertem) Fernglas nebst Jägerhut.

Liebevoll gestaltet aus natürlichen Materialien der Umgebung wurden die Lieblingsplätze vom Furtwanger Holzkunstgestalter Frank Rimbrecht, der aus jedem der Plätze ein individuelles Einzelstück gemacht hat, manchmal zusätzlich mit einem kleinen Kunstobjekt versehen.

Kerstin Bolz von der ­Leader-Geschäftsstelle Südschwarzwald besuchte nun den Kurort und ließ sich zeigen, was mit Mitteln ihres Budgets entstanden ist. Die junge Frau zeigte sich überaus beeindruckt und ließ durchblicken, solche oder ähnliche Projekte könne man gerne weiter fördern.

Sie habe Schönwald bisher nur vom Durchfahren gekannt und könne sich durchaus vorstellen, zum Wandern zu kommen, nicht viele ihr bekannte Städte und Dörfer könnten auf ein solch gut strukturiertes Wegenetz blicken.