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Schönwald Ausbau des Breitbands gefordert

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Dass es an vielen Stellen in Schonach in Sachen Breitbandversorgung nicht vorangeht, Schüler ebenso Probleme haben wie Tourismusbetriebe im Außenbereich, monierten einige Gemeinderäte in der ersten Sitzung nach der Sommerpause.Foto: Schuldt Foto: Schwarzwälder Bote

Gleich fünf Baugesuche hatte Hauptamtsleiter Andreas Herdner mitgebracht zur ersten Sitzung des Gemeinderats Schönwald nach der Sommerpause. Nicht jede Entscheidung traf auf Zustimmung der Antragsteller.

Schönwald. So sei, bis dato ohne Genehmigung, in der Fichtelgebirgestraße ein Zaun entstanden, da immer wieder Fremde über das Grundstück gegangen seien. Das sei eigentlich auch kein genehmigungspflichtiges Unterfangen, so Herdner. Doch sehe im Bebauungsplan "Sonnenberg" die Bebauungsvorschrift vor, dass rückwärtige Grundstücksteile nur 120 Zentimeter hoch eingezäunt werden dürften – daher erfolgte nun ein Bauantrag auf Befreiung von dieser Vorschrift. "Wenn wir das einmal zulassen, schaffen wir einen Präzedenzfall", waren sich Herdner und Bürgermeister Christian Wörpel sicher. Bei einer Enthaltung folgte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung und lehnte das Gesuch ab. Der Grundstückseigentümer muss nun den Zaun entweder zurückbauen oder in der Höhe auf 1,20 Meter abnehmen.

Im Bereich Himmelswiese beantragte ein Ehepaar einen Anbau mit einer Grundfläche von etwas mehr als zehn Quadratmetern bei gleichzeitiger Sanierung des Hauses – es soll ein Kinderzimmer entstehen. Das sei durch eine Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren durchaus möglich, erfuhren die Ratsmitglieder. Allerdings sei eine Befreiung notwendig, da der Anbau außerhalb der bebaubaren Grundstücksfläche liegt. Zudem würde der Anbau über einer Versorgungsleitung des Nachbargrundstücks liegen. "Wir hätten kein Problem damit, wenn der Antragsteller diese Wasserleitung auf eigene Kosten verlegen ließe, was laut Aquavilla kein Problem ist", hieß es seitens der Verwaltung. Der Gemeinderat folgte einstimmig deren Empfehlung, die Befreiung zu erteilen unter Auflage der Verlegung der Leitung.

Bei einem Gebäude am Farnberg soll ein bestehender Dachstuhl abgebrochen und durch einen neuen ersetzt werden. Dabei sollen zwei Dachgauben aufgesetzt werden, damit in den Räumen darunter eine Wohnung entstehen kann. Bereits im Juni 2019 hatte der Bauherr eine Bauvoranfrage gestellt, die vom Gemeinderat damals positiv beschieden wurde. Im Januar 2020 erhielt er daraufhin einen ebenso positiven Bauvorbescheid. Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen zum Umbau des Hauses.

Im neuen Baugebiet "Sommerberg" wird es voller: Im vereinfachten Verfahren will ein Bauherr ein Einfamilienhaus im Schanzenblick bauen. Da alle Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten werden, wurde das Vorhaben diskussionslos durchgewunken. Ebenfalls schon einmal Gegenstand der Beratungen war ein Antrag auf Befreiungen in der Belchenstraße zum Bau eines Carports. In der ersten Auflage war dieser noch für zwei Fahrzeuge geplant, war massiv geschlossen und lag direkt an der Straße. Die neue Version ist wesentlich kleiner, für nur mehr ein Fahrzeug, mit einer halb geschlossenen Seite – und liegt an der schmalsten Stelle 1,35 Meter von der öffentlichen Verkehrsfläche entfernt. Adalbert Oehler, CDU, sah den Carport als sehr klein an. Johannes Göppert von der Freien Liste Schönwald (FLS) bekannte, dass er so nun besser damit leben kann. Hans-Peter Schwer, SPD, freute sich, dass die Bauherren auf die Anregungen des Gemeinderats eingegangen sind.

Clemens Herrmann, CDU, sprach die Breitbandversorgung an – und zwar die im Außenbereich. Viel habe man schon dafür getan, aber noch immer zu wenig: "Arbeiten ist an vielen Stellen nicht möglich", verdeutlichte er. Daher gelte es, in den Bemühungen nicht nachzulassen, sondern dem Landratsamt zu verdeutlichen, dass man sich Gedanken machen müsse, wie die Anbindung beschleunigt wird. Ins gleiche Horn stieß Ex-Schulleiter Oehler. Die Schüler hätten dieselben Probleme, ebenso Tourismusbetriebe im Außenbereich. Im Haushalt seien für den Breitbandausbau fünf Millionen Euro vorgesehen, auch die Zuschüsse seien bewilligt. "Wir können das Geld aber nicht ausgeben, weil nichts geht", betonte Bürgermeister Wörpel. Er würde gerne mal den Zweckverband dazu im Haus hören. Schwer, der selbst im Außenbereich im Fuchsbach lebt, hakte nach. Er fühle sich so langsam verschaukelt bei diesem Thema – auch er hätte gerne erfahren, warum überhaupt nichts läuft.

Göppert hatte ein weiteres Anliegen: die Ärztin, die Hals über Kopf verschwunden sei und einen Leserbrief hinterlassen habe, der vor allem an Bürgermeister und Gemeinderat kein gutes Haar lasse. "Sollte man hier nicht eine Klarstellung veröffentlichen?", fragte er an. Diese Meinung teilte Wörpel nicht. Zum einen habe man der Presse auch einige klärende Worte entnehmen können, zum anderen sei es nicht Stil der Gemeinde, zu solchen wirren Anschuldigungen Stellung zu beziehen.

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