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Schönwald Auch Taschengeld fließt mit ein in Spende für Afrika

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Nicht nur Michaela Bek (links) freut sich über die Spende der Kinder, auch Kindergartenleiterin Gabi Hirt ist glücklich über die Hilfsbereitschaft der Kleinen. Foto: Kienzler Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Maria Kienzler

Schönwald. Schon beim Martinsfest wurde im Kindergarten St. Antonius Geld für notleidende Kinder in Afrika gesammelt. Jetzt erst öffneten die Kleinen ihre bemalten Kuverts und überreichten das Geld der Kinderkrankenschwester Michaela Bek.

Genau 199,97 Euro hatten die eifrigen Mädchen und Jungen in ihren Familien gesammelt. Manche Kinder hatten auch etwas von ihrem Taschengeld in die Briefe gesteckt, denn sie waren motiviert von ihren Erzieherinnen und wollten wie St. Martin teilen. "Nur noch drei Cent fehlen zum runden Betrag", freute sich die Vorsitzende der Malawi-Hilfe Schönwald. "Ich bringe das Geld persönlich nach Afrika und dort tausche ich es um, bevor ich es den Leuten gebe, die damit den Armen helfen", versprach sie.

"Es wird umgetauscht in Kwacha", wussten die Kinder, denn schon vor der Spendenübergabe hielt die Afrika-Kennerin einen Lichtbilder-Vortrag. So konnten nicht nur die kleinen Sponsoren einen Blick in eine fremde Welt werfen, sondern auch die Erzieherinnen. "Einen Kinderwagen hat in Afrika niemand, die Mütter tragen ihr Baby in einem Tuch, das sie sich umbinden", erläuterte Bek anhand von Bildern. "Die Bälle werden von den Kindern gebastelt", sagte sie im Hinblick auf ein Bild von einem Jungen, der einen Stofffetzen mit Schnüren umwickelt hatte, um damit zu spielen.

Gezeigt wurden auch Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die jungen Afrikaner Luftballons aus Schönwald und Bälle aus Deutschland bekommen und sich darüber riesig freuen. "Oh" und "Ah" staunten die Schönwälder Jungen und Mädchen. Danach zeigten sie ihre Betroffenheit, als sie eine Dorfschule sahen und Bek ihnen berichtete, dass die Schüler im Gras sitzen, um zu lernen. "Es gibt zwar Schulräume, aber viel zu wenig, darum werden die Schüler im Freien unterrichtet".

Spannend wurde es, als Bek das Bild eines Gesundheitszentrums zeigte, dessen Kinderstation mit den Spenden der Schönwälder Malawi-Hilfe gebaut wurde. "Wir haben im Herbst viele neugeborene Kinder gesehen", erzählte Bek. Sogar die Erzieherinnen zeigten sich überrascht, als sie hörten, dass die afrikanischen Kinder mit weißer Haut zur Welt kommen. Erst einige Wochen nach der Geburt wird die Haut langsam dunkel, war zu erfahren.

Den Abschluss bildete ein Video von einem katholischen Gottesdienst. Zu fröhlichen Klängen bewegten sich die Kirchenbesucher tänzerisch durch die Kirche. Nur die Ministranten mit ihrem Rauchfass blieben unbeweglich stehen im Gegensatz zum Pfarrer, der mit dem Messbuch in der Hand schunkelte.

"Ich freue mich schon, wenn ich mit meiner Freundin Karin Springer am 21. April nach Malawi fliege", erzählte Bek. Bis zum 10. Mai wollen die beiden bleiben, um möglichst viel Not zu lindern. Doch das Schlimmste dort sei die Hungersnot. "Ich habe kürzlich 3000 Euro an die beiden Pfarrer geschickt, davon hat jeder 75 Säcke Mais gekauft für die hungernde Bevölkerung", sagte Bek. "Aber das wird nicht lange reichen", blickte sie sorgenvoll in die Zukunft. Wer den Verein Malawi-Hilfe Schönwald unterstützen möchte, kann sich auf der Webseite über Projekte und die Bankverbindung informieren. In manchen Kirchen und Geschäften liegen auch Flyer aus.

Ihre Redaktion vor Ort Triberg

Christel Börsig-Kienzler

Fax: 07722 86655-15

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