Lobeshymnen heimst das Paar für diese Version des Kölner Doms ein. Foto: SAT.1/Claudius Pflug

Sie sind raus: Zu ihrem eigenen Bedauern, aber auch das vieler Zuschauer aus ihrer Heimat, erlebten die beiden Schönwälder Konditormeister Lena Cerasola und Dominik Kaltenbach in der zweiten Folge der TV-Show "Das große Backen – die Profis" im ersten Teil ihrer Aufgaben ein Desaster.

Schönwald - "Das Ganze ist eigentlich schnell erklärt. Fehler passieren leider, auch den Profis", erzählt das Paar dazu im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Gefordert wurde in der zweiten Folge der beliebten Sat-1-Backsendung, die am Sonntagabend ausgestrahlt wurde, zunächst eine "Freestyle" Schoko-Matscha-Torte, also ohne Rezept. Dazu wünschte sich die Jury "filigrane Schokoladen-Ornamente". Für die Umsetzung gab es 150 Minuten Zeit.

"Beim Backen ohne Rezept, dem Druck und dem ganzen Trubel drumherum ist uns schlichtweg ein Fehler passiert. Vielleicht war es auch ein Gedanken-Dreher. Hatte die Gelatine jetzt 100, 200 oder 300 Bloom?", fragte sich das Schönwälder Sieger-Team der vorigen Sendung.

"Unglaublich stark unterwegs"

"Wir waren völlig schockiert, als wir die Kühlung aufmachten und das Desaster sahen. Aber wie es im wahren Leben ist, haben wir unser Bestes daraus gemacht, uns zusammengerissen und in der zweiten Aufgabe wieder gut performt. Leider hat es nicht gereicht – aber wenigstens konnten wir noch einmal unter Beweis stellen, was wir wirklich können", erklärt Lena dazu. Und das sei Backen und dazu Aromen und Konsistenzen zu vereinen – nicht backen ohne Rezept, was man ohnehin laut Dominik in der gehobenen Patisserie oder Gastronomie nie machen würde.

"Wir sind trotzdem stolz und auch froh darüber mitgemacht zu haben. Abgesehen von dem Torten-Malheur waren wir unglaublich stark unterwegs", sind sich die Verlobten sicher.

Denn im zweiten Teil – mit viel Unterhaltungswert – beim so genannten "Live Plating", zeigten Lena und Dominik erneut das, was sie auszeichnet. Unter dem Motto "Taste of the World" erwartete man eine kulinarische Geschichte, bei der als Schaustück ein weltberühmtes Bauwerk dargestellt werden musste. Dazu verlangte die strenge Jury zehn Köstlichkeiten, die dazu passen mussten.

Kein Weiterkommen wegen Missgeschick

Einige Jahre hatte das Paar in Köln gearbeitet – was läge da näher, als der wirklich weltberühmte Dom in Szene zu setzen. Allerdings ist der nun wirklich nicht leicht konditorisch umzusetzen. Dennoch: "Ihr habt unfassbar präzise gearbeitet", stellte denn auch der Hofkonditor für das schwedische Königshaus, Günther Koerffer fest, der ganz in der Nähe von Köln geboren wurde und das Bauwerk intensiv kennt.

27 Punkte und damit die Höchstpunktzahl der ganzen Folge, erhielten die beiden Schönwälder für ihr Kunstwerk – doch das Missgeschick der ersten Challenge zu Beginn der zweiten Runde sorgte dafür, dass selbst das nicht zum Weiterkommen in der TV-Show ausreichte. "Wir können uns dennoch erhobenen Hauptes verabschieden", war sich das sympathische Paar am Ende einig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: