Der „berühmte“ Bauzaun in der Schönauer Talstraße ist weg. Schöne Sitzmöbel, Poller und Schranken sorgen nun für die Sicherheit der Gymnasiasten auf dem erweiterten Schulhof.
Es schien eine nicht enden wollende Geschichte zu werden – der Konflikt um die Talstraße. Da diese zwischen Schulhof und Rathausplatz führt und beide Plätze von den Schülern genutzt werden – barg die Straße Gefahren. Ein Thema, das seit 2008 Schönau beschäftigte. Der Bauzaun, der dann ab Februar 2023 den Schulhof begrenzte, schaffte es sogar bundesweit in TV, Rundfunk und Presse.
Nun endlich hat diese kuriose Geschichte ein glückliches Ende genommen – der Bauzaun ist nun endgültig weg und die Sicherheit für die Schüler mehr denn je gewährleistet. Beim Vorort-Termin mit unserer Redaktion war die Freude darüber nicht nur dem Schulleiter Jörg Rudolf ins Gesicht geschrieben.
Sitzbänke und Sonnenliege für alle
Carina, Thorsten und Daniel Srock von der Firma Holzwurm Srock aus Zell hatten die neuen Sitzmöbel geschaffen, die nun den Schulhof von der Neustadtstraße abgrenzen. Darunter sind mehrere Sitzbänke und auch eine breite Sonnenliege – von der Bodenverankerung über die Stahlgestelle bis zum Holz alles von Srocks gebaut. Dort war vor den Sommerferien noch das letzte Stück Bauzaun gestanden.
Schüler haben ihre Ideen eingebracht
Der Prozess für die neue Gestaltung sei sehr aufwendig gewesen, sagt Rudolf – aber auch sehr positiv. So seien an den vier Gremiensitzungen mit Schülern, Gemeinderat und mehreren Vereinsvertretern alle beteiligt gewesen, die den Platz nutzen. „Was die Schüler gesagt haben, hatte Gewicht“, freut sich Rudolf.
Und so sei es ihr Wunsch gewesen, dass die Sitzgelegenheiten mitunter auch als Podest gestaltet werden, erzählt Daniel Srock. Denn so könnten möglichst viel Schüler auf engstem Raum Platz finden. Über das Ergebnis sei die Schule „megafroh und dankbar“, ergänzt Rudolf.
„Die Plätze sind sehr begehrt“
Und Jann Schröder als Vertreter der SMV sitzt mit seinem Vesper auf der Bank und freut sich ebenfalls: „Das ist eine super Sache, dass wir so viele Sitzbänke haben, die Plätze sind wirklich begehrt und es ist eine ordentliche Gestaltung des Schulhofs, die alles besser macht.“ Auch Lehrer würden die Bänke als grünes Klassenzimmer nutzen.
Und auch die Vereine hätten sich in die Gestaltung eingebracht, so dass nun sichergestellt ist: Hier hat noch jedes Festzelt Platz.
Und was Schulleiter Rudolf betont: „Auch von der Bevölkerung werden die Bänke gerne angenommen, abends ist es hier immer voll.“
Schutz gegen Verkehr – aber in schön
Der wichtigste Aspekt und der Grund, warum die Bänke überhaupt aufgestellt wurden, ist ja die Sicherheit. Hier seien alle Vorgaben vom Landratsamt erfüllt, dazu zählen etwa, dass diese Richtung Straße reflektieren müssen und es sich um eine verbundene Einheit ohne Lücken handelt, erklärt Carina Srock.
Rudolf betont dazu: „Wir haben nun einen mustergültigen Schutz gegen den Verkehr in schöner Art und Weise.“ Die Zeiten, in denen der „Gränzzaun“, wie er einst genannt wurde, den Schulhof umschließt, sind Geschichte.
Schranken und Poller halten Autos fern
Zusätzlich sorgen nun die Schranken am Anfang und am Ende der unteren Talstraße für Sicherheit – das Durchfahrtsverbot gilt an Schultagen von morgens 7 bis 14 Uhr.
Mobile Poller trennen nun den Rathausplatz, der den Schulhof erweitert, von der Gentnerstraße. Somit haben die Schüler nun ausreichend Platz – von der Schultür bis zur Rathaustür quasi.
„Es ist hier jetzt wirklich entspannt, die Schüler können problemlos Fußball spielen und wir machen uns keine Sorgen“, freut sich der Schulleiter.
Und einen künstlerischen Gruß von Carina Srock gibt es inklusive – sie hat den Schülern mit einem Kunstwerk auf einer der Tafeln auf der Rückseite der Sitzbänke eine schöne Schulzeit gewünscht. Auf den weiteren Tafeln dürfen sich die Schüler austoben. Die Kunstlehrer hätten diesen Auftrag bereits angenommen, so Rudolf.