Auf ein arbeitsreiches Jahr 2024 mit 50 Einsätzen blickt die Freiwillige Feuerwehr Schönau mit ihrem Kommandanten Jürgen Bianchi zurück.
Dies ging im Rahmen der Hauptversammlung aus dem Kommandanten- und dem Tätigkeitsbericht von Schriftführer Dirk Pfeffer hervor.
Rückschau: Bei 17 Einsätzen hatte es gebrannt, darunter beispielsweise Kaminbrände, ein Flächen- und ein Waldbrand sowie mehrere Wohnungsbrände. Herausfordernd war die im August in Brand geratene Jagdhütte in Wembach, weil hier mangels Wasserentnahmestelle im Pendelverkehr Löschwasser zur Brandstelle gefahren werden musste.
Des Öfteren wurde die Schönauer Wehr auch zu Unfällen gerufen, befreite Menschen aus verunglückten Fahrzeugen, sicherte Unfallstellen ab und beseitigte ausgetretenes Öl. Auch mehrere Fehlalarme bei heimischen Firmen gab es. Mehrmals mussten Wohnungen zu Rettungszwecken geöffnet werden. Einmal wurde zur Rettung eines Patienten die Drehleiter eingesetzt.
Trainingsunfall: Bianchi drückte sein Bedauern aus, dass sich ein Kamerad im Training verletzt hatte. Dieser sei zum Glück völlig genesen und trage keine bleibenden Schäden davon, habe aber Verdienstausfälle gehabt. Er, die Kommune und der Kreisfeuerwehrverband hätten in dieser Sache gut verlaufende Gespräche mit dem Landesfeuerwehrverband geführt. Der Kommandant betonte, wie wichtig es sei, dass denen, die sich für die Rettung anderer engagieren, keine Nachteile entstehen, wenn sie dabei selbst einmal verunfallen sollten.
Zuschüsse: Erfreut zeigte sich Bianchi darüber, dass der Badische Gemeindeversicherungsverband (BGV) und die EWS-Schönau jeweils eine Tragkraftspritze für 17 000 Euro spendiert hätten. Die Einsparung von 34 000 Euro komme der Stadt Schönau zugute. Demnächst in Dienst gestellt werde der GW-T (Gerätewagen Transport). In diesem Zusammenhang sprach der Kommandant der Stadt Schönau Dank aus. Zwar würden solche Fahrzeuge mit 50 Prozent bezuschusst, aber die anderen 50 Prozent müsse auch in Zeiten klammer Kassen die Stadt tragen.
Medizinische Taskforce: Um der immer größer werdenden Bedeutung für Zivil- und Bevölkerungsschutz gerecht zur werden, beteilige sich die Schönauer Wehr auch an der Aufstellung der 44. Medizinischen Taskforce des Regierungsbezirks Freiburg. Das Landratsamt Lörrach habe die Kommandanten der Feuerwehren angeschrieben, um die ersten beiden Mannschaftstransport-Fahrzeuge der Teileinheit „Dekontaminierung für Verletzte“ unterbringen zu können. Eines stehe nun in Schönau. Das Gute sei, dass dieses Fahrzeug zur kommunalen Gefahrenabwehr auch in Einsätze der Feuerwehr Schönau eingebunden werden könne.
Jugendarbeit: Markus Kiefer berichtete in seiner Funktion als Jugendwart über die Jugendarbeit. Zur 13-köpfigen Jugendfeuerwehr zählten vier Mädchen und neun Jungen, darunter auch Jugendliche aus Aitern und Böllen, die man mit ausbilde. Neben den 19 Proben habe es unter anderem ein mit der Wembacher Feuerwehr veranstaltetes Gemeinschaftszeltlager, die Teilnahme am Utzenfelder Spiellauf, eine Weihnachtsfeier, einen Ausflug in das „Fun-Dorena“ und den Kletterpark sowie die Weihnachtsbaumsammlung gegeben. Beteiligt habe man sich auch am Kinderferienprogramm.
Beförderung: Eine besondere Überraschung gab es für den Kommandanten Jürgen Bianchi bei den Beförderungen, denn der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Werner beförderte ihn zum Hauptfeuerwehrmann.
Über die Ehrungen berichten wir noch.