Die „runden“ Schömberger Jahrgänge tragen ihre Strohhexen um das „Facklafiar“ Foto: Narrenzunft

Mit althistorischem Liedgut beenden die 20er in Schömberg die Fasnet beim „Facklafiar“.

Mit dem „Facklafiar“ am sogenannnten Facklasonndig ging in Schömberg die Fasnet endgültig zu Ende. Die 20er, die in der Ortsfasnet eine große Rolle spielen, haben ihre Strohhexe verbrannt. Auch die jüngeren Jahrgänge 2004 bis 2009 liefen mit ums Feuer, genauso wie die älteren Schömberrger Jahrgänge, die in diesem Jahr einen „runden Geburtstag feiern“, die 30er, 40er, 50er und 60er.

Im Vorfeld waren die 20er fleißig und haben das Holz für das Facklafiar auf der Wiese bei der Realschule aufgetürmt und am Samstag trafen sie sich, um die Strohhexe zu binden und mit Kleidung zu versehen.

„Oh Straßburg“ eröffnet die Zeremonie

Pünktlich um 18 Uhr, mit dem Schlagen der Kirchenglocken, beteten die 20er das Gebet „Engel des Herrn“. Dann, mit Einbruch der Dunkelheit, wurde das „Facklafiar“ entzündet. Der jüngste Jahrgang, die 14-Jährigen Schömberger, eröffneten mit dem Einzug zu dem Lied „Oh Straßburg“ die Zeremonie. Die zahlreichen Zuschauer, die sich in sicherer Distanz zum Feuer versammelten, sangen kräftig mit.

Als die ersten Strohhexen Raub der Flammen wurden, konnte mit dem Lied „Nun Ade, jetzt geht’s zu Ende“ und „Ein Wächterlein auf dem Türmlein saß“, das letzte Spektakel der Schömberger Fasnet bewundert werden.

Nachdem alle „runden Jahrgänge“ eine Runde um das Feuer gelaufen sind, waren die 20er an der Reihe: Sie verbrannten alle Schilder samt Hexen und das Kreuz, das zu Aschermittwoch gefertigt wurde.

Die Fasnet ist endgültig vorbei

Das war ihr letzter Streich für ihre Fasnet. In Demut und auch mit der einen oder anderen Träne, verabschieden sich die diesjährigen 20er, und breiten den Weg für die aktuellen 19er, die ab dem Herrgottstag als die „neuen Zwanz’ger“ gelten.

Der Brauch der Fackelfeuer, Funkenfeuer wie es anderorts zum Teil genannt wird, beendet im Oberen Schlichemtal am Sonntag nach Aschermittwoch endgültig die Fasnetszeit. Damit soll der Winter und das Böse verbrannt werden, um den Frühling und das Gute zu begrüßen.