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Schömberg Wohnen und Pflege auf individuelle Art

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Nicht kompakt, sondern im Raum angeordnet sind nach Angaben der Planer die Gebäude des geplanten "Pflegeparks". Plan: Von Rüden Foto: Schwarzwälder Bote

Vom Pflegeheim zum Traumhaus – unter dieser Prämisse verfolgt die Einrichtung Servicehaus Sonnenhalde ihr Konzept für den "Pflegepark", den sie anstelle der Seniorenpflege Schömberg verwirklichen will. Mit der Auslegung des Bebauungsplans ist ein weiterer Schritt hin zur Umsetzung getan.

Schömberg. In der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch beschrieb Richard Wolfframm, Geschäftsführer und Eigentümer der Servicehaus Sonnenhalde MSG GmbH mit Sitz in Engstingen – sie engagiert sich auch in Weilstetten und Onstmettingen –, das "Traumhaus"-Konzept mit Wohnen und Pflege als eine "innovative Versorgungskultur". Denn seiner Meinung nach soll selbstbestimmtes Altern nicht aufhören, wenn man auf Hilfe angewiesen ist.

Weg von der Standardisierung, hin zur Individualisierung – das werde unter anderem durch 35 Quadratmeter große Wohnungen für eine Person umgesetzt, so Wolfframm weiter: "In einem Gebäude werden nicht mehr als 20 Personen sein." Ihnen werde es auch möglich sein, sich näherzukommen.

Um Platz zu schaffen für die sieben neuen Gebäude, werden das Pflegeheim und weitere kleinere Häuser abgerissen, teilte der Karlsruher Architekt Matthias von Rüden mit. Zudem werde noch eine größere Fläche benötigt, die in Richtung Stausee angrenzt, erklärte er.

Es sei vorgesehen, in fünf Gebäuden im Erdgeschoss eine Tagespflege und einen ambulanten Dienst einzurichten, in den beiden Stockwerken darüber jeweils zehn Wohnungen. In einem weiteren Gebäude werde die gerontopsychologische Abteilung mit 30 Plätzen eingerichtet, und im siebten Haus werden sich Wohnungen für Mitarbeiter befinden, so der Architekt weiter.

Von Rüden wies darauf hin, dass die Erschließung der Anlage über einen Kreisverkehr erfolgen werde. Somit würde viel Verkehr aus dem Wohngebiet "Kochenwinkel" herausgenommen. Auch sei an eine Begrünung der Dächer gedacht.

Wie Bürgermeister Karl-Josef Sprenger ausführte, müsse noch über eine Finanzierung des Kreisverkehrs mit dem Investor verhandelt werden. Denn der Landkreis habe diesen zwar genehmigt, doch eine Finanzierung abgelehnt. Da über den Kreisverkehr nicht nur die Erschließung des "Pflegepark" erfolge, sondern auch die des Baugebiets "Im Grund", sei die Stadt schon "in irgendeiner Weise" gefordert, so Sprenger. Wie genau, müssten die Verhandlungen ergeben.

Für Sprenger handelt es sich bei dem Vorhaben um eine "zukunftsfähige Lösung". Diese mache Schömberg nicht nur für den ersten und zweiten Lebensabschnitt attraktiv, sondern auch für den dritten. Er verwies darauf, dass es nicht einfach gewesen sei, den jetzigen Planungsstand zu erreichen. Auch Richard Wolfframm hielt fest, dass noch einige Hürden zu nehmen seien. Und Frank Polich sagte, dass er von den Behörden angesichts der benötigten Pflegeplätze im Kreis eine "begrüßendere Begleitung" erwartet hätte.

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