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Schömberg "Wir können kurzfristig absagen"

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Ob die Fasnet im nächsten Jahr in gewohntem Rahmen wird stattfinden können, ist noch nicht sicher und von der weiteren Corona-Entwicklung abhängig. Foto: Visel

Schömberg - Mitten im Hochsommer wird bereits darüber diskutiert, ob die Fasnet im kommenden Jahr wird stattfinden können. Corona sei dank. Hochrangige Politiker haben sich bereits positioniert. Sie können sich nicht vorstellen, dass während der Corona-Pandemie Fasnet gefeiert wird als ob nichts geschehen sei. Der Schömberger Zunftmeister Bernhard Wuhrer sieht das Ganze vorerst noch gelassen.

"Wir können da auch nicht viel tun. Die Politik wird Vorgaben machen, die wir dann einhalten müssen", so Wuhrer. Nun gelte es zunächst abzuwarten, wie sich die Infektionswelle nach den Ferien weiter entwickele. "Vielleicht verhalten sich die Leute ja vernünftig, und es gibt bald einen Impfstoff."

Fasnet gegebenenfalls am Schmotzigen absagen

Ein Vorteil der Schömberger Fasnet sei, dass "wir keine langen Vorbereitungszeiten brauchen wie etwa bei Großveranstaltungen in den Karnevals-Hochburgen." Wuhrer: "Wir holen die Kleidle aus dem Schrank und legen los." So könne man die Fasnet gegebenenfalls auch noch am Schmotzigen absagen.

Für die Narren wäre eine Absage natürlich "schlimm". Alle würden sich im Städtle auf die närrischen Tage freuen. Er erinnert an die "vorschnelle" Fasnetsabsage während des Golfkriegs durch die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. Nun agiere man vorsichtiger und wolle abwarten.

Entscheidung zu Fasnacht 2021 fällt im Herbst

Auch Jörg Niethammer, Säckelmeister der Schömberger Narrenzunft, hat in den vergangenen Tagen Position zum Thema "Fasnet 2021 und Corona" bezogen. Auf seiner privaten Facebook-Seite schreibt er ebenfalls, dass eine Absage der Fasnet 2021 zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht sei - immerhin wisse man noch nicht, wie die Situation coronabedingt bis dahin sei und welche Gesetze es gebe.

Facebook-Post wird mehr als 700 Mal geteilt

In einem Gespräch mit dem Schwarzwälder Bote sagt er außerdem, dass diejenigen, die die Fasnet schon immer traditionell gefeiert haben, trotzdem einen Weg finden könnten: Beim Lockdown im April habe man beispielsweise ja auch ein paar wenige Leute sowie die engsten Familienmitglieder sehen dürfen. Dann müsse das Fest eben in diesem Rahmen gefeiert werden. "Vielleicht darf man sonst aber auch ›Hausbälle‹ veranstalten oder die Wirtschaften dürfen eine begrenzte Personenanzahl rein lassen", überlegt der Säckelmeister. Je nach Gesetzeslage müssen dann eben alle kreativ sein - nicht nur die Narrenzünfte, meint Niethammer.

Natürlich könne es sein, dass die klassischen Umzüge und Feiern nicht stattfinden dürfen, schreibt er auch auf Facebook. Aber: "Fasnet findet überall statt. Nicht nur in einer Halle, einem Zelt oder während Busfahrten. Fasnet findet in Wirtshäusern, auf der Straße, in Privathäusern, in Gärten und überall sonst statt. Fasnet ist maschgera, aufsagen, welschen und nicht nur saufen, Bumm-Bumm-Musik und von Fest zu Fest und von Ort zu Ort zu rennen oder zu fahren." Wenn die Fasnet 2021 anders werde als "gewöhnlich", dann vielleicht, weil man sich mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren wird, schreibt der Säckelmeister.

Und das sieht nicht nur er so: Mehr als 900 Leuten gefällt Niethammers Facebook-Post. Mehr als 700 Mal wird er geteilt. Mit so einer Resonanz hat der Kassierer nicht gerechnet. Zumal das kein Statement der Narrenzunft Schömberg, sondern seine ganz persönliche Meinung sei - die offensichtlich viele Fasnetsfreunde teilen.

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