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Schömberg Windpark kostet bis zu 30 Millionen Euro

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Im Herbst 2020 sollen die ersten Bauarbeiten für den Windpark beginnen. Foto: Kugel

Schömberg/Neuenbürg - Für die Windkraftgegner ist der geplante Windpark "Langenbrander Höhe/Hirschgarten" ein großes Ärgernis. Die Befürworter dagegen wollen das Projekt so schnell wie möglich verwirklicht sehen.

Auf jeden Fall ist es eine große Investition, die die BayWa r.e. ("renewable energy", erneuerbare Energie) schultern will. Nach den Worten von Nikolas Ludwig, Projektleiter für das Vorhaben, kostet der Park mit seinen fünf Windkraftanlagen zwischen 26 und 30 Millionen Euro. Die BayWa will drei in Waldrennach und zwei in Langenbrand bauen.

Möglichst wenig Bäume sollen gerodet werden

Für das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist das Landratsamt des Enzkreises zuständig. Sabine Burkhard von der dortigen Pressestelle teilte auf Anfrage des Schwarzwälder Boten mit, dass es aller Voraussicht nach am 24. September einen Erörterungstermin zu diesem Projekt gibt. Rund 70 Einwendungen seien im Zuge des Verfahrens gegen das Vorhaben bislang vorgebracht worden, so Burkhard.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen geht Projektleiter Ludwig davon aus, dass im Herbst 2020 die ersten Bauarbeiten für den Windpark beginnen. Dabei würden zuerst die entsprechenden Wege angelegt. Spezielle Techniken sorgten dafür, dass die Windräder auch auf kleinen Waldwegen durch enge Kurven transportiert werden könnten. "Wir wollen möglichst wenig roden", versicherte er. Abgeschlossen werden die Arbeiten nach den derzeitigen Planungen Ende 2021, macht Ludwig deutlich. Das derzeit auf der Langenbrander Höhe stehende Windrad wird abgebaut.

Alle fünf Anlagen sollen auf dem Gebiet des Staatsforstes entstehen. Projektleiter Ludwig teilte mit, dass Leitungstrassen auch auf Grundstücken verlaufen sollen, die den Kommunen Neuenbürg und Schömberg gehören. Hier sei man noch in Gesprächen. Von der Gemeinde Schömberg und der Stadt Neuenbürg waren am Montagnachmittag keine Stellungnahmen zu bekommen. Einige Leitungstrassen verlaufen auch auf Grundstücken, die in privater Hand sind. Auch hier gebe es Gespräche, so Ludwig. Nach seinen Worten ist die BayWa bei einigen privaten Grundstückseigentümern weitergekommen, bei anderen nicht.

Ludwig räumte ein, dass der größte Teil der Pachteinnahmen an das Land gehen, weil im Staatsforst alle fünf Anlagen gebaut werden sollen. Die beiden Kommunen sowie die betroffenen private Eigentümer von Waldflächen bekämen kleinere Beträge, da durch deren Gebiet lediglich Leitungstrassen gingen. Das ist auch einer der Kritikpunkte des Schömberger Gemeinderates Andreas Ehnis (CDU). Es gebe für Schömberg keine Pachteinnahmen.

Ohnehin gibt es sowohl in Neuenbürg als auch in Schömberg kritische Stimmen zu dem Vorhaben. So befürchtet Ehnis negative Auswirkungen auf das Berufsförderungswerk, die Kliniken und andere Einrichtungen und damit auf die Arbeitsplätze in Schömberg. Zudem versteht er nicht, weshalb es unbedingt Windkraftanlagen sein müssten und nicht zum Beispiel ein Pumpspeicherkraftwerk gebaut werden könnte.

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