VdK-Ortsverband feierte Jahresabschluss / Beratung stark in Anspruch genommen / Mitglieder geehrt
Von Steffi Stocker
Schömberg. Kombiniert mit einem festlichen Jahresabschluss absolvierte der VdK-Ortsverband Schömberg seine Hauptversammlung. Während der amtierende Vorstand im Amt bestätigte wurde, zog der Sozialverband ein Fazit zu seiner Arbeit.
Vor allem die Barrierefreiheit in der Gemeinde treibt den VdK um. "Die Situation ist immer noch unbefriedigend, und es fehlen Hinweise auf öffentliche Toiletten", fasste Horst Vahsen zusammen. Deshalb, so der Vorsitzende, habe der Vorstand die stagnierende Umsetzung zum Anlass genommen, die Handlungsempfehlungen als Antrag in den Gemeinderat einzureichen. "Es geht nicht schlagartig, aber bei jeder Maßnahme, die ansteht, berücksichtigen wir die Hinweise für Barrierefreiheit", wehrte sich indes Bürgermeisterin Bettina Mettler gegen den Vorwurf des pauschales Nichtstuns und verwies auf ein behindertengerechtes WC im Kurhaus. Gleichzeitig gab sie für den Wunsch nach großen Platten statt Kopfsteinpflaster auf dem Lindenplatz sowohl den finanziellen Aufwand, als auch die Rutschgefahr im Winter zu bedenken. So verständigten sich die Beteiligten auf die Mitwirkung des VdK.
Unabhängig davon würdigte Mettler den rund achtprozentigen Mitgliederzuwachs des Ortsverbands. "Er beweist, dass ihr Konzept aufgeht", zollte sie dem Sozialverband Anerkennung. Nicht ohne Stolz hatte Vahsen im Vorfeld von jetzt 294 Mitgliedern, darunter zunehmend jüngeren Personen, berichtet. "Rund 100 Mitglieder sind unter 60 Jahren und verdeutlichen einmal mehr die Wandlung von der früheren Selbsthilfeorganisation der Kriegsopfer zum mitgliederstärksten Sozialverband Deutschlands", untermauerte er, dass der VdK die Interessen aller Sozialversicherten vertrete.
Ein Beleg dafür sind die 133 Beratungen im ortseigenen Angebot. "Neben den Schwerpunkten Rente, Krankheit, Behinderung und Pflege werden zunehmend auch Betreuung, Erben und allgemeine Lebensfragen thematisiert", fasste Sozialberater Jürgen Saladin die individuellen Anliegen zusammen.
"Über die Hälfte der Mitgliedsbeiträge fließt in die Sozialberatung, da wir keine Sponsoren haben und unabhängig sind", stellte Vahsen zur Finanzierung fest. Umso mehr seien Treue und Mitwirkung der Mitglieder von Bedeutung. Mit dem goldenen Treueabzeichen würdigte Vahsen die 60-jährige Mitgliedschaft von Bruno Dettinger sowie die seit vier Jahrzehnten anhaltende Treue von Richard Klein und Annerose Käthner. Außerdem verlieh er das silberne Treueabzeichen für zehnjährige Verbundenheit an Ingeborg Röselmüller, Paul Sommer, Martin Wurster, Wolfgang Egle, Günther Dongus und Elisabeth Bott.