In Schömberg wollen Menschen über sich hinauswachsen und anderen helfen. Foto: Fisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Bei "Menschen helfen Menschen" kann jeder seine Fähigkeiten einbringen / Angebote werden erweitert

Von Andrea Fisel

Schömberg. Seit 1945 gab es den Krankenpflegeverein in Schömberg. Vor acht Jahren wurde der Verein "Menschen helfen Menschen" gegründet, und im Mai dieses Jahres stand eine strukturelle sowie inhaltliche Veränderung an.

Wenn in früheren Jahren der Krankenpflegeverein in Verbindung mit der Diakoniestation als "eine segensreiche Einrichtung für ältere, hilfsbedürftige Mitbürger" bezeichnet worden war, trifft dieser Aspekt bei dem heutigen Verein "Menschen helfen Menschen" mit seinen derzeit 476 Mitgliedern nur noch für einen Teil seines weitaus umfassenderen Wirkungskreises zu: Auf der einen Seite sollen alle Menschen in Notlagen praktische, materielle und ideelle Unterstützung erhalten, auf der anderen Seite können diese sozialen sowie diakonischen Aufgaben von jedem Mitbürger wahrgenommen werden.

Für die erste Vorsitzende Tanja Dickmann bedeutet diese Zielsetzung eine große Herausforderung: "Menschen aller Altersgruppen sind eingeladen, sich bei uns einzubringen, sei es mit Zeit für Gespräche, Unterstützung in alltäglichen Dingen, Betreuung von Kindern sowie Begleitung hilfsbedürftiger Mitmenschen." In der Tat können nicht nur Kranke Hilfe brauchen, sondern vielleicht auch ein trauernder Nachbar, eine alleinerziehende Mutter oder ein verzweifelter Arbeitsloser.

Pfarrer Johannes Luithle legte Gewicht auf die religiöse Prägung: "Mit den sozialen Leistungen sollte die christliche Botschaft einhergehen, damit Gottes Liebe sichtbar wird und Menschen Zufriedenheit erfahren." Trotzdem sei der Verein weder kirchlich noch bürgerlich, sondern einfach "Verein", fügte der zweite Vorsitzende hinzu.

Marga Fader kümmert sich seit Mai um die laufenden Geschäfte wie Öffentlichkeits- und Verwaltungsarbeit, Planung und Organisation. "Sie ist ein echter Glücksgriff für uns", bekannte Luithle, "sie hat langjährige Kontakte und kennt die örtlichen Verhältnisse." Die derzeitigen Angebote wie Gesprächsgruppen für Pflegende in der Familie, gemeinsame Mittagessen in Gaststätten, Hospizgruppe sowie Trauercafé sollen in Zukunft durch Ausflüge, Angebote für Alleinstehende, Vorträge, Vorlese-Patenschaften und durch Mitarbeit bei kleinen Alltagshilfen ergänzt werden. Die rührige Geschäftsführerin will ermutigen, aus Solidarität dem Verein beizutreten: "Hier können Dienste eingebracht und vermittelt werden, hier kann jeder nur profitieren."

Das Büro des Vereins "Menschen helfen Menschen" befindet sich in der Schillerstaße 5, Eingang Ecke Poststraße. Sprechstunde im Büro jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr mit Informationen, Vermittlung von Hilfeleistungen oder zur Kontaktaufnahme; Ansprechpartner (neben Geschäftsleitung und Vorsitzenden): Oliver Zajac, Bieselsberg; Esther Spahn, Langenbrand; Gisela Braun, Oberlengenhardt; Margarete Zillinger, Schömberg; Thomas Wagner, Schwarzenberg.

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