Der Schriftzug bleibt: Der Gemeinderat lehnte die Umbenennung des Kurhauses ab. Foto: Schwarzwälder-Bote

Gemeinderat lehnt Umbenennung ab / Programm richtet sich an verschiedene Generationen

Schömberg (maz). Neues Programm in traditionellem Kurhaus: Der Schömberger Gemeinderat stimmte dem Ausbau der Angebote und zusätzlichen Veranstaltungsreihen für verschiedene Zielgruppen zu, lehnte jedoch die von Marketingmanager Till Weigl vorgeschlagene Umbenennung in KultURhaus ab, die er auch mit der Neuausrichtung des Tourismus begründete.

Da einerseits bei den Einwohnern die Akzeptanz für das Kurhaus fehle, es andererseits keinen Treffpunkt wie in den Teilorten gebe, biete sich die Chance, es als Haus des Bürgers und des Gastes zu etablieren. Mit einem neuen Veranstaltungskonzept will Weigl verstärkt Urlauber wie Einheimische ins Haus holen.

Kleinkunst, Kabarett und Chanson umfasst der kultur.klub, dem ein kinder.kultur-klub mit Puppentheater oder Märchennachmittagen zur Seite steht. Die Schwarzwald Lounge präsentiert Konzerte. Klassische Werke stehen im Mittelpunkt der Aufführungen von Musik auf der Höhe. Unter dem Motto "Mittelpunkt Mensch" sind Vorträge und Workshops rund um Gesundheit, Medizin und Glück zusammengefasst. Gedacht ist zudem an die Fort­setzung der Tanzangebote, die mit "Let’s dance", "Suit up for happiness" und dem Tanzen für jedermann Jung wie Alt ansprechen. In dieses Konzept integriert ist Kurhauspächter Andreas Selig, der die Bewirtung übernimmt und bei einzelnen Veranstaltungen mit eigenen Kreationen und Überraschungen zum Gelingen beitragen will.

Sinnvoll sei es, die Sparten einzurichten, in denen jeder die für ihn geeigneten Angebote finden kann, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Sperth. Die Gründe für die Umbenennung seien schlüssig. Mit der Begründung, das Konzept habe wenig mit dem Begriff Kultur zu tun, sprachen sich hingegen Gabriele Freimüller von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) und Martin Hackenberg, CDU, gegen ein KultURhaus aus. Und der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Zillinger forderte neben dem Veranstaltungsprogramm ein professionelles Vermietungskonzept, um zusätzliche Einnahmen zu bekommen. Die einmaligen Räume seien besser als bisher zu vermarkten, beispielsweise für Tagungen.

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für das Veranstaltungskonzept aus und lehnte mit der Mehrheit von CDU und UWV die Umbenennung ab. Zudem befürwortete das Gremium den Vorschlag Weigls, für Vereine, die im Kurhaus eine kulturelle Veranstaltung organisieren, einen Fördertopf von 10 000 Euro im Jahr bereitzustellen.

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