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Schömberg Unechte Teilortswahl ist Geschichte

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Hinter den Gemeinderäten verfolgen viele Zuhörer die Debatte. Foto: Hauser

Schömberg - Es wurde noch einmal heftig diskutiert, dann aber stand es fest: Bei der nächsten Kommunalwahl im Mai wird es in Schömberg die unechte Teilortswahl nicht mehr geben. Nach mehr als 40 Jahren war der Gemeinderat für die Abschaffung.

Elf Gemeinderäte stimmten für die Änderung der Hauptsatzung, fünf dagegen. Damit war die qualifizierte Mehrheit mehr als erreicht. Mindestens neun Ja- Stimmen wären notwendig gewesen, wie Hauptamtsleiter Joachim Heppler vor der Abstimmung bemerkte.

Ortsvorsteherin Birgit Kienzler hatte sich noch einmal vehement für die Beibehaltung der unechten Teilortswahl ausgesprochen. Dieses Thema "brennt vielen Schörzingern in der Seele". Eine Abschaffung werde keine positiven Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Schömberg und Schörzingen haben. "Ich sehe die Notwendigkeit nicht", hielt sie fest.

Unterstützung erhielt sie von Ortschaftsräten, die sich unter Punkt "Bürger fragen" zu Wort meldeten. So befürchtet Karl-Heinz Koch, dass ohne unechte Teilortswahl immer weniger Schörzinger im Gremium vertreten sein werden. Heiko Gerstenberger, der noch einmalbetonte, , dass er sich im Ortschaftsrat bei der Entscheidung über die unechte Teilortswahl enthalten habe, sieht Schörzingen gespalten. Die Befürworter einer Abschaffung seien Anfeindungen ausgesetzt. Er könne nicht nachvollziehen, warum eine so schnelle Entscheidung notwendig sei.

Schließlich hielt Artur Weinmann, der keinem Gremium angehört fest, dass es keine Beweggründe für die Abschaffung gebe. Es gebe keine Vorteile, nur Nachteile. "Es werden Gräben aufgerissen, die zu waren", so Weinmann. Auf seine Frage an den Bürgermeister, wie dieser sich entscheide, sagte Karl-Josef Sprenger, dass er gegen die Abschaffung stimmen werde.

"Es juckt die Schömberger schon", hielt Sascha Ströbel fest und meinte die bisherige festgeschriebene Sitzverteilung von acht Schömbergern und sechs Schörzinger Räten. Seiner Ansicht nach sollte sich die Einwohnerzahl schon widerspiegeln. Er wehrte sich gegen den Vorwurf, dass nun "Knall auf Fall" entschieden werde und verwies auf die gemeinsame Sitzung des Ortschafts- und Gemeinderats im Juni, als das Thema "Unechte Teilortswahl" zum ersten Mal auf der Tagesordnung stand. "Keiner der Ortschaftsräte hat sich geäußert, damals nicht und auch nicht später", so Ströbel.

"Überrrascht kann niemand sein", sagte auch Frank Polich. Er ist sich zudem sicher, dass keine Gräben aufgerissen werden. Er verwies darauf, dass im Gemeinderat immer an der Sache orientiert entschieden werde, "und das wird auch weiter so laufen", gab er sich zuversichtlich.

Robert Keller bekräftigte, dass es im Gemeinderat keine Fronten gebe. Die Beschlüsse des Ortschaftsrats gingen normalerweise durch, das habe mit der Sitzverteilung nichts zu tun. Er betonte außerdem, dass im Stadtentwicklungskonzept festgegehalten sei, dass Schörzingen weiter einen eigenen Charakter haben müsse.

"Nach mehr als 40 Jahren kann man mal was ändern", sagte Kerstin Kipp. Und weiter: "Sollte die unechte Teilortswahl abgeschafft werden, kommt es auf uns und den Wähler an, was daraus gemacht wird." Tommy Geiger gab schließlich zu bedenken: "Es geht doch nur um das Wahlsystem. Man will doch nicht Schörzingen abschaffen."

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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