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Schömberg Streit um Standort der Touristik und Kur

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Über den Standort der Touristik und Kur debattierte der Ausschuss für Technik und Umwelt. Foto: Krokauer

Schömberg - Die Touristik und Kur (TuK) in Schömberg soll umgebaut werden. Innenarchitektin Birgit Stiletto stellte in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt ihre Pläne vor. Dabei entbrannte eine Grundsatzdiskussion um den Standort der TuK.

Nach den Vorstellungen der Innenarchitektin soll ein einladender Bereich für die Gäste entstehen. Zudem sollen sich die Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen wohl fühlen. Derzeit wirke der Kundenbereich voll und unübersichtlich, sagte Birgit Stiletto. Es gelte, eine Struktur sowie eine besondere Atmos­phäre in die Räume zu bringen.

Passend zum Schömberger Leitmotiv Wald sprach sich Stiletto dafür aus, den Boden und die Wände grün zu gestalten. Als Hingucker an der Wand biete sich ein großes Foto, zum Beispiel ein Waldmotiv an, das sich an der Decke fortsetze und beleuchtet sei. Dadurch wirke es größer, sagte sie. Die Motive können jederzeit ausgetauscht werden. Zudem brauchen die Mitarbeiter eine funktionale Möblierung, so die Innenarchitektin. Darüber hinaus müssten die Beschäftigten ungestört arbeiten können.

An dem von Birgit Stiletto vorgestellten Entwurf gab es keinerlei Kritik, wohl aber am Standort der TuK. So sagte Gemeinderat Udo Bertsch (CDU), dass die Innenarchitektin das Optimale herausgeholt habe. Der Entwurf sei toll aber am falschen Platz. Die Touristik und Kur müsse zur Straße hinunter, so Bertsch: "Das ist der einzig sinnvolle Platz." Als Grund nannte er die Außenwahrnehmung durch mögliche Besucher.

Der gleichen Meinung war Ulrike Mayrhofer (CDU). Sie ist zwar nicht Mitglied des Ausschusses für Technik und Umwelt, hat aber als Gemeinderätin Rederecht im Ausschuss. Sie kritisierte desweiteren, dass sich während der Umbauarbeiten die Beratung der TuK auf die Zeit zwischen 10 und 12 Uhr beschränken soll. Wie es in der Vorlage zur Ausschusssitzung heißt, sollen diese Arbeiten am 7. Januar 2015 beginnen und drei Wochen lang dauern. Während dieser Zeit ist ein Notbüro für das TuK-Team im Trauzimmer geplant. Ein Container für Aufbewahrungszwecke wird für diesen Zeitraum vor dem Rathaus beziehungsweise der TuK aufgestellt. Mayrhofer forderte eine andere Lösung: "Das ist eine ganz ungute Geschichte."

Bürgermeisterin Bettina Mettler hingegen verwies auf einen gültigen Gemeinderatsbeschluss. So sei die Kommune durch den Denkmalschutz gebunden. "Die Historie können wir nicht gänzlich aufarbeiten", sagte sie weiter. Diese Historie steht in der Sitzungsvorlage. Demnach hätte ein Umbau in der Lindenstraße 4 rund 265 000 Euro gekostet. Die jährlichen Aufwendungen für Miete und Nebenkosten hätten inklusive nachverhandelter Mietkosten bei knapp 27 000 Euro gelegen. Nicht berücksichtigt waren die Kosten unter anderem für eine neue Telefonanlage, die Reinigung sowie die EDV-Anbindung.

Aufgrund dieser Kosten kam der Vorschlag, die jetzigen Räume umzugestalten. Dazu stellte der Gemeinderat im laufenden Haushalt 100 000 Euro bereit. Dafür stimmten 15 Mandatsträger. Es gab eine Nein-Stimme sowie eine Enthaltung, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die von Innenarchitektin Birgit Stiletto vorgeschlagene Lösung kostet gar nur knapp 70 000 Euro.

Unterstützung erhielt Mettler von Wolfgang Klasen (SPD). Es sei das Beste aus der Situation gemacht worden, sagte er zu dem Entwurf der Innenarchitektin. Er könne dem zustimmen. Auch Susanne Ring (SPD), die zwar nicht dem Ausschuss angehört, als Gemeinderätin aber Rederecht hat, zeigte sich erfreut über die Idee.

Von den stimmberechtigten Mitgliedern des Gremiums empfahlen fünf, die von Stiletto vorgestellten Pläne zu verwirklichen. Drei Mitglieder waren dagegen. Das letzte Wort hat nun der Gemeinderat.

 
 

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