Das Gebäude Flügelstraße 5 wird demnächst abgerissen. Die Firma BeWu-Hausbau erstellt hier ein modernes Vierfamilienhaus. Foto: Hauser

BeWu plant Bauprojekt in der Flügelstraße. Bürgermeiste Sprenger hofft auf Aufnahme ins Sanierungsprogramm.

Schömberg - Seit vielen Jahren kämpft die Stadt Schömberg um das neue Sanierungsgebiet Dörfle. In diesem Jahr könnte es mit der Aufnahme ins Landessanierungsprogramm klappen. Ein erstes Bauvorhaben ist schon geplant.Bürgermeister Karl-Josef Sprenger ist zuversichtlich, dass es nach mehreren Anläufen nun im vierten Anlauf mit der Aufnahme ins Sanierungsprogramm klappt. Erstmals sei das Gebiet 2010 angemeldet worden. Mehr noch: Bereits beim Besuch von Regierungspräsident Hermann Strampfer im Dezember 2008 wurde auf das neue Gebiet links und rechts der Durchgangsstraße hingewiesen. Sprenger sagte damals: In diesem Bereich gebe es viel modernisierungsbedürftige Bausubstanz, auch sei die Gestaltung der Wohnumfeldbereiche und der Straßen erforderlich.

Bislang aber war die Stadt mit dem Gebiet Altstadtkern im Landessanierungsprogramm. Dies ist laut Sprenger jetzt nicht mehr der Fall. Und so setzt die Stadt nach den weiteren Versuchen in den Jahren 2011 und 2012 nun darauf, dass das Land heuer grünes Licht fürs "Dörfle" gibt. Eine Entscheidung fällt laut Sprenger voraussichtlich im April.

War das Gebiet zunächst noch beidseitig der Bundesstraße geplant, wurde das künftige Sanierungsgebiet ­jetzt zurückgenommen. "Wir konzentrieren uns nunmehr auf das Quartier links der B 27 in Fahrtrichtung Rottweil."

So ist seitens der Stadt für dieses Jahr auch die Sanierung der maroden Flügelstraße einschließlich Kanal und Wasserleitung geplant. Die Stadtverwaltung hofft auf Zuwendungen aus dem Sanierungsprogramm. Sprenger: "Das ist die Straße mit dem schlechtesten Ausbaustandard in der Stadt."

Auch haushaltstechnisch ist Schömberg gerüstet, sollte die Zustimmung aus Stuttgart für das neue Sanierungsgebiet kommen. So sind 144 000 Euro an Landeszuschüssen für Maßnahmen in diesem Jahr im Etat eingesetzt. Die Stadt selbst stellt für dieses Jahr für Wohnbaumaßnahmen dort 240 000 Euro (60 Prozent des Förderrahmens) zur Verfügung. Und so kommt für Bürgermeister Sprenger das geplante Bauvorhaben der Firma ­BeWu-Hausbau gerade recht als Signal dafür, "dass sich nun auch in diesem Quartier etwas tut".

Bernhard Wuhrer wird das Gebäude Flügelstraße 5 abreißen und an dessen Stelle ein modernes Vierfamilienhaus bauen. Sanierungszuschüsse wird er dafür nicht erhalten. "Dann müsste ich ja noch ein Jahr warten", sagt er und betont, dass alle Wohnungen bereits verkauft seien. Er geht davon aus, dass im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werde, die Bauzeit betrage etwa ein Dreivierteljahr.