Die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Kipp und Landrat Günther-Martin Pauli freuen sich mit Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger (Mitte) auf ein gutes und faires Miteinander.Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Gemeinderätin Kerstin Kipp und Landrat Günther-Martin Pauli setzen auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit

Der Schömberger Bürgermeister Karl-Josef Sprenger ist am Mittwoch in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats von seiner Stellvertreterin Kerstin Kipp auf seine dritte Amtszeit verpflichtet worden.

Schömberg. Kipp war zuvor vom Gremium für diese Aufgabe gewählt worden. Sie erinnerte daran, dass Sprenger am 14. März mit 72,6 Prozent der gültigen Stimmen für seine dritte Amtszeit gewählt worden sei und das Landratsamt am 12. April das Ergebnis bestätigt habe. Nach der Verpflichtung forderte sie Sprenger auf: "Weiter so. Der Gemeinderat ist dabei."

Landrat Günther-Martin Pauli sagte im Beisein von Sprengers Frau Nadja, dass der wiedergewählte Schultes und Vorsitzende des Gemeindeverbands Oberes Schlichemtal große Verantwortung trage. Mit Sprenger habe er stets eine konstruktive und vertrauensvoll-freundschaftliche Zusammenarbeit gepflegt, auch wenn "Sprenger nicht immer einfach unterwegs war". Stadt und Landkreis hätten mit der Umfahrung der B 27, dem Regiobus nach Rottweil, der Regionalstadtbahn und der Zukunft des Verwaltungsverbands, dem "selbstbewusste Ortschaften angehören, die eigenständig bleiben wollen", große Aufgaben zu bewältigen. Dabei sei ein starker Rückhalt in der Bevölkerung und in den Gremien nötig.

Pauli bescheinigte Sprenger, ein engagierter und reifer Bürgermeister voller Tatendrang zu sein, wenngleich er "auch etwas diplomatischer" sein könnte. Der Landrat appellierte an den Bürgermeister, die Gemeinderäte und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, auch in den nächsten Jahren zusammen zu halten, um so das Bestmögliche für die Stadt zu erreichen. Zum Start in die dritte Amtsperiode überreichte Pauli einen Gemüsekorb mit "Kraftquellen aus der Heimat."

Der Landrat kam dann auch auf die Corona-Krise zu sprechen. Es habe weh getan, dass so hohe Fallzahlen erreicht worden seien, obwohl der Kreis immer vor der Lage gewesen sei. Als einen der möglichen Gründe für die hohe Inzidenz nannte Pauli, dass Patienten mit Symptomen an den Wochenenden vom hausärztlichen Notdienst wieder nach Hause geschickt worden seien. Man stehe mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung und arbeite mit der Kreisärzteschaft die Vorfälle auf.

Bürgermeister Sprenger bescheinigte anschließend, gemeinsam mit dem Landrat Vieles geschultert zu haben. Dabei sei man immer fair und anständig miteinander umgegangen. Die Corona-Krise sei für alle Neuland gewesen. "Diejenigen, die entsprechende Maßnahmen umsetzen mussten, haben es nicht leicht gehabt." Sprenger dankte in diesem Zusammenhang dem Gemeinderat, der diese Maßnahmen vor Ort mitgetragen habe – etwa die Aufstellung des Testcontainers bei der Seniorenpflege.

Bei Themen wie der B 27, dem Ausbau der Schiene oder bei der geplanten Schaffung von Heimplätzen für Demenzkranke sei man auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis angewiesen. Darüber hinaus stünden in Schömberg weitere Großprojekte wie die Schaffung einer weiteren Kinderkrippe, die Entwicklung des Bahnhofareals in Schömberg und des Pfarrscheuerareals in Schörzingen an. Die Stadt sei ein attraktiver Wohnort, daher müsse man sich auch Gedanken über eine Nachverdichtung machen.

Für ihn, so Sprenger, sei es klar gewesen, dass er eine dritte Amtsperiode anstreben werde, um diese Aufgaben gemeinsam mit dem Gemeinderat anzugehen. In Schömberg sei man in der glücklichen Lage, noch etwas gestalten zu können, weil man in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und das Wünschenswerte vom Notwendigen unterschieden habe.

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