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Schömberg Selbst gezogene Kerzen für guten Zweck

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Siggi Geiger zeigt stolz die selbst gefertigten Kerzen und Adventsdekorationen. Der Gesamterlös aus dem Verkauf kommt dem Tübinger Förderverein für krebskranke Kinder zu. Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Seit 32 Jahren sind Siggi und Walter Geiger unermüdlich im Einsatz für die gute Sache. Sie unterstützen mit dem Verkauf ihrer selbst gemachten Kerzen sowie Strick- und Häkelsachen, die sie von Bekannten erhalten, den Tübinger Förderverein für krebskranke Kinder.

Schömberg. "Es ist uns ein Herzensanliegen, den kranken Kindern und deren Angehörigen zu helfen", sagt Siggi Geiger. Nachdem ihre Tochter nach der Geburt in der Tübinger Klinik behandelt und gesund entlassen worden war, hätten sie und ihr Mann sich vorgenommen, das Krankenhaus und die Patienten zu unterstützen.

Seitdem haben sie rund 100 000 Euro für den Förderverein gespendet: "Diese Summe setzt sich aus vielen Kleinbeträgen zusammen", betont Geiger. Sie hatte erst jüngst im Edeka-Markt in Schömberg eine Woche lang einen Verkaufsstand aufgebaut und dort gehäkelte und gestrickte Handschuhe, Mützen und anderes mehr, das sie von Bekannten und Freunden bekommen hat, für den guten Zweck angeboten: "Vor wenigen Tagen habe ich in Tübingen den Verkaufserlös von 700 Euro übergeben. Insgesamt werden nach Abschluss der gesamten Aktion wohl 1000 Euro zusammenkommen."

Im Keller werden die Wachsreste gesammelt und sortiert

Siggi Geiger hatte zunächst mit den Frauen des Schömberger Strickkreises ihre Arbeiten auf dem örtlichen Nikolausmarkt verkauft. Seit zehn Jahren produzieren sie und ihr Mann nun Kerzen in vielen Varianten, Größen und Farben. "Dass wir mit dem Kerzenziehen begonnen haben, war reiner Zufall", erinnert sie sich.

Die Wachsreste dafür erhielten und erhalten sie von Bekannten. Aber auch Kirchengemeinden engagieren sich und bringen abgebrannte Kerzen vorbei: "Selbst aus dem Dom zu Rottenburg haben wir Wachs bekommen." Sie sieht die ihr zukommenden Sachspenden als "einen großen Vertrauensbeweis" und versichert den Spendern und Helfern, "dass 100 Prozent des Verkaufserlöses an den Förderkreis gehen". In diesem Jahr unterstützt dieser vorrangig Entspannungstherapien für die kranken Kinder und deren Eltern, die während der Behandlung im Elternhaus oder Familienhaus wohnen, die vom Verein getragen werden.

Im Keller des Wohnhauses in der Schömberger Kaplaneigasse werden die Wachsreste nach Farben vorsortiert, gereinigt und zu kleineren Barren eingeschmolzen. Diese werden dann weiter verarbeitet und das Wachs in die von Walter Geiger selbst gefertigten Formen gegossen. So entstehen Stumpenkerzen, Kerzen in quadratischen Formen und Windlichter. Bei Letzteren weist Geiger die Käufer darauf hin, diese nicht in die Sonne oder auf den Kachelofen zu stellen: "Denn Wachs ist halt Wachs, und es schmilzt in der Wärme."

Zudem werden alte Einmachgläser mit Wachs befüllt und verziert: "So entstehen schöne Kerzen, die nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit etwas hermachen, sondern auch bei jedem Fest oder bei jeder Party verwendet werden können."

Bei Herstellung der großen Friedenskerze mitgeholfen

So war es auch kein Wunder, dass "Ölmühle"-Wirt Torsten Broß, der die größte Friedenskerze der Welt herstellen wollte, auf die Erfahrung von Walter Geiger zurückgriff, der ihn bei seinem Unterfangen denn auch tatkräftig unterstützte. Letztlich kamen auch die Spenden für die 3,10 Meter hohe und rund 500 Kilogramm schwere Kerze sowie die Einnahmen aus deren Versteigerung dem Förderverein zu: "Insgesamt 6000 Euro", freut sich Geiger.

Bei der Herstellung der Friedenskerze hatte auch Holzkünstler Edwin Eha mitgeholfen, in dessen Atelier in Zepfenhan sie nun steht, nachdem die Aufstellung in der Schömberger Stadtkirche nicht möglich war.

So ist es auch keine Frage, dass die Geigers mit ihren Kerzen und Advents- und Weihnachtsdekorationen auch in diesem Jahr wieder beim "Adventszauber" im Atelier von Eha zugunsten des Fördervereins mit von der Partie sind.

 Der Zepfenhaner "Adventszauber" im "s’Lädele" und im Atelier "in-holz-art" von Edwin Eha findet an diesem Freitag, 22. November, von 14 bis 20 Uhr, und am Samstag, 23. November, von 11 bis 19 Uhr statt.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 2000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Medizinische Hilfe ist aber nicht alles, was krebskranke Kinder und ihre Familien benötigen. Deshalb unterstützt der Förderverein für krebskranke Kinder die betroffenen Familien durch viele Projekte und will ihnen Mut, Hilfe und Hoffnung geben. Zudem fördert der Verein die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin und die medizinische Forschung. Weitere Informationen zum Förderverein gibt es unter www.krebskran ke-kinder-tuebingen.de.

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